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Verwirrspiel um Okotie: Nachtschicht für Martin Bader

Für acht Minuten war der österreichische Angreifer zurück in Nürnberg - 02.02. 10:58 Uhr

NÜRNBERG  - Eher unfreiwillig hat sich Sportvorstand Martin Bader am letzten Tag der Transferperiode noch einmal am großen Tohuwabohu beteiligt: Der 1. FCN verleiht Rubin Okotie nach Graz.

Wird sich demnächst in Graz eine Abkühlung gönnen: Rubin Okotie.
Wird sich demnächst in Graz eine Abkühlung gönnen: Rubin Okotie.
Foto: Sportfoto Zink
Wird sich demnächst in Graz eine Abkühlung gönnen: Rubin Okotie.
Wird sich demnächst in Graz eine Abkühlung gönnen: Rubin Okotie.
Foto: Sportfoto Zink

Den späten Dienstagabend verbrachte Martin Bader in der FCN-Geschäftstelle. Es war der letzte Tag, an dem der Transfermarkt geöffnet hatte, vor Bader stand sein Computer, die Zeit tickte. Zwei Stunden waren es noch bis Mitternacht — und Martin Bader holte Rubin Okotie zurück nach Nürnberg. Zu Saisonbeginn war der Angreifer nach Belgien ausgeliehen worden, hatte in St. Truiden aber auch nicht recht überzeugen können. In neun Partien gelang Okotie ein einziger Treffer für den abgeschlagenen Tabellenletzten.

Virtuelle Rückkehr an den Valznerweiher

In Österreich aber erinnert man sich noch gerne an Okotie. Sturm Graz, im Sommer noch Meister, verpflichtete Okotie bis zum Saisonende. Weil Okotie aber nicht direkt von Belgien nach Österreich wechseln durfte, musste er — zumindest virtuell — noch einmal zurück an den Valznerweiher. „Für acht Minuten war er wieder bei uns“, sagt Bader über den Angreifer, der noch einen Vertrag bis 2013 besitzt.



In Sachen Neuverpflichtungen für Nürnberg ist Bader nicht mehr aktiv geworden, auch wenn es die Möglichkeit gegeben hätte. Beim Konkurrenten aus Wolfsburg gab es ja nicht wenige Spieler, die mit ihrer Situation unzufrieden waren und gegen einen mitternächtlichen Transfer nichts einzuwenden gehabt hätten. Aus Dortmund wechselte Mohamed Zidan noch schnell nach Mainz. „Wir diskutierten das natürlich“, sagt Bader. Am Ende aber hat man sich gegen einen Transfer entschieden, auch wenn man nach dem Verkauf von Wollscheid Geld zur Verfügung gehabt hätte. „Wir können nicht alles mit Blick auf den Sommer machen“, sagt Bader, „wir brauchen dann auch noch Handlungsspielraum.“ 



keb

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