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Vier Schultern für das Kleeblatt

Meichelbeck und Hörtnagl teilen sich Azzouzis Aufgaben - 07.06.2012 10:00 Uhr

FÜRTH  - Der Abgang von Rachid Azzouzi hat bei der Spielvereinigung Greuther Fürth weitreichende Umstrukturierungen angestoßen. Präsident Helmut Hack betonte aber gestern, dass nach dem Aufstieg ein Ausbau der Struktur ohnehin unabdingbar gewesen wäre.

Neue hängende Spitze: Alfred Hörtnagl war österreichischer Nationalspieler, Sportdirektor bei Rapid Wien, hat ein Buch geschrieben („Kämpfen und siegen mit Herz“) und soll für Fürth künftig Spieler beobachten.
Neue hängende Spitze: Alfred Hörtnagl war österreichischer Nationalspieler, Sportdirektor bei Rapid Wien, hat ein Buch geschrieben („Kämpfen und siegen mit Herz“) und soll für Fürth künftig Spieler beobachten.
Foto: Zink
Neue hängende Spitze: Alfred Hörtnagl war österreichischer Nationalspieler, Sportdirektor bei Rapid Wien, hat ein Buch geschrieben („Kämpfen und siegen mit Herz“) und soll für Fürth künftig Spieler beobachten.
Neue hängende Spitze: Alfred Hörtnagl war österreichischer Nationalspieler, Sportdirektor bei Rapid Wien, hat ein Buch geschrieben („Kämpfen und siegen mit Herz“) und soll für Fürth künftig Spieler beobachten.
Foto: Zink

Die Lücke, die Rachid Azzouzis Weggang nach St. Pauli hinterlassen hat, wurde, wie erwartet, nicht von außen gefüllt. Stattdessen werden die bisherigen Aufgaben Azzouzis auf mehrere, bereits vorhandene Schultern verteilt. Den Löwenanteil übernimmt dabei Martin Meichelbeck. Der ehemalige Profi und bisherige Leiter der medizinischen Abteilung der Spielvereinigung, der in seiner Eigenschaft als Sportpsychologe einen nicht unwesentlichen Teil am starken Auftreten der Spieler hatte, wird Leiter des Lizenzbereichs und wird sich um alles Organisatorische um die Profimannschaft der Spielvereinigung herum kümmern. Alfred Hörtnagl, der bisher als Bindeglied zwischen Nachwuchsleistungszentrum und Lizenzmannschaft fungierte, übernimmt zusätzliche Aufgaben beim Scouting und in der Spielbeobachtung.

Die Gesamtverantwortung für den sportlichen Bereich behält, wie das auch in der Vergangenheit der Fall war, Helmut Hack höchstpersönlich. „Wir haben überlegt, ob wir jemanden von außen brauchen, und wir sind zu der Überzeugung gekommen, dass wir das nicht nötig haben“, sagt der Präsident. „Martin Meichelbeck hatte bisher bereits eine Leitungsfunktion inne und war nah an den Spielern dran. Nun wird er eben für die Lizenzmannschaft noch mehr Verantwortung im Tagesgeschäft übernehmen.“

„Ich werde kein Sportdirektor sein“, sagt Meichelbeck bestimmt, „die sportlichen Entscheidungen treffen weiterhin der Trainer und der Präsident. Mit meinem Team will ich vielmehr die Lizenzmannschaft optimal betreuen.“ Da sich Meichelbecks Aufgaben erweitern, wird er zur Entlastung einen weiteren Mitarbeiter bekommen, der organisatorische Dinge übernehmen soll. Wer das ist, wurde gestern noch nicht bekanntgegeben.

„So ganz nebenbei“, bemerkte Hack, „haben wir auch noch einige Großprojekte zu stemmen.“ Deshalb wurden auch in der Verwaltung des Neu-Bundesligisten einige Veränderungen vorgenommen. Vize-Präsident Holger Schwiewagner, bisher Mitglied der Geschäftsleitung, wird nun Geschäftsführer neben Helmut Hack. Vize-Präsident Dirk Weißert ist jetzt Direktor des Bereichs Finanzen. Auch in der Abteilung „Medien und Kommunikation“ gibt es Zuwachs. Während der bisherige Pressesprecher Christian Bald die Koordination des Bereiches übernehmen wird, wird Neuzugang Immanuel Kästlen die Funktion des Pressesprechers ausüben. 

JÜRGEN SCHMIDT


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Gründungsdatum:
23.09.1903
Mitgliederzahl:
2550


Kurzbeschreibung:
Die Spielvereinigung Greuther Fürth feierte als Fußballverein ihre größten Erfolge in der Vereinsgeschichte mit drei deutschen Meistertiteln in den Jahren 1914, 1926 und 1929 als SpVgg Fürth. Nach dem 2. Weltkrieg konnte die Spielvereinigung jedoch nie wieder an die großen Erfolge anknüpfen und sich folglich auch nicht für die 1963 gegründete Bundesliga qualifizieren.
Mit dem Sturz bis in die Landesliga versank der Traditionsverein in den 80er Jahren endgültig in der Bedeutungslosigkeit. Aufwärts ging es erst wieder 1994, als die Qualifikation für die neu gegründete Regionalliga gelang. Zwei Jahre später trat die Fußballabteilung des TSV Vestenbergsgreuth der SpVgg bei. Seitdem gehören die Geldsorgen der Vergangengeit an, der traditionsreiche Name SpVgg Fürth wurde durch den Zusatz Greuther ergänzt.
Seit 1997 spielte die Spielvereinigung ununterbrochen in der 2. Bundesliga, bis im Mai 2012 endlich der ersehnte Aufstieg in die Bundesliga gelang. Dort allerdings blieb der Erfolg aus, so dass Fürth in der Saison 2013/2014 wieder im Unterhaus antreten muss. Seine Heimspiele trägt der Verein, der im Volksmund "Kleeblatt" genannt wird, dann wie gewoht im altehrwürdigen Ronhof aus. Ein geplanter Stadionneubau am Rhein-Main-Donaukanal hat sich Ende 2012 zerschlagen.


Deutscher Meister: 1914, 1926, 1929


Der Kleeblatt-Kader in der Saison 2012/13
Galerie Kader SpVgg Greuther Fuerth 2012/13