20°C
Mittwoch, 23.05. - 11:44 Uhr
Login
Info
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos!
Passwort vergessen
Info
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!

E-Mail-Adresse
Druckversion

Wacher Club schlägt Bayers Schlaftabletten

Didavi, Hegeler und Pekhart treffen beim 3:0-Auswärtssieg - Zuschauer pfeifen Leverkusen aus - 17.12. 17:37 Uhr

LEVERKUSEN  - Der 1. FC Nürnberg hat sich kurz vor dem Pokalderby mit einem Paukenschlag im Abstiegskampf zurückgemeldet: Beim 3:0 (2:0) in Leverkusen gelang der Mannschaft von Dieter Hecking eine nicht mehr erwartete Glanzleistung.

Bilderstrecke zum Thema
Mit einem unerwartet souveränen 3:0-Auswärtssieg beim Vizemeister Leverkusen beendet der Club die Hinrunde der Bundesliga. Pekhart, Hegeler und Didavi besorgten dabei die Treffer für den 1. FC Nürnberg.

Das gar nicht so sehr verwöhnte Publikum reagierte mit Sarkasmus. „Oh, wie ist das schön“, sangen Leverkusens Anhänger, als sich die Partie gegen den 1. FC Nürnberg ihrem Ende zuneigte. Ebenfalls nett: „Deutscher Meister wird nur der SVB.“ Dann widmete man sich doch wieder den ernsthaften Dingen und hatte da mal eine Frage: „Und ihr wollt gegen Barca spielen?“

Wollen sie nicht nur, sie müssen. Im Champions-League-Achtelfinale trifft der SV Bayer Leverkusen auf den FC Barcelona. Über die Auslosung am Freitag hatte man sich tatsächlich gefreut bei Bayer. 24 Stunden später war man sich nicht mehr so sicher, ob man sich auf Spaniens Meister tatsächlich freuen soll. Als Leverkusens Anhang seine Sangeskünste entdeckte, stand es in der Bundesliga-Partie zum Hinrunden-Abschluss nämlich schon 3:0 – für den 1. FC Nürnberg.


Drei Tage vor dem Pokalderby gegen die Spielvereinigung Greuther Fürth ist dem 1. FC Nürnberg der überzeugendste Auftritt der Saison gelungen. Für Barcelona würde es wahrscheinlich trotzdem noch nicht reichen, einen Sieg gegen Fürth traut man sich nun aber wieder umso mehr zu.

Traumpass über 40 Meter

Von der ersten Minute an spielte die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking so, wie man es aus der Vorsaison von ihr gewohnt war. „Wir haben unsere Kompaktheit wiedergefunden und aggressiv gespielt“, sagte Hecking nach 90 wunderbaren Minuten. Dass sie in den entscheidenden Situationen diesmal auch endlich wieder ein wenig Glück hatten, wollte auf Nürnberger Seite niemand bestreiten – ein glücklicher Sieg war der in Leverkusen dennoch nicht.

Es hatte schon alles mit einer Überraschung begonnen: Markus Feulner ersetzte Timothy Chandler als Rechtsverteidiger, Almog Cohen rückte für Alexander Esswein in das Team, das vor einer Woche noch 0:2 gegen Hoffenheim verloren hatte.

Video zum Thema
Nach langer Durststrecke können die Fans endlich wieder jubeln. Durch den 0:3 Sieg in Leverkusen gehen die Fans mit großen Hoffungen in das Derby gegen Fürth. Eike Schamburek und Alexander Heimann für nordbayern.de

Knapp fünf Minuten brauchte Nürnberg, um zu erkennen, dass Leverkusen an diesem Nachmittag zu schlagen ist. Knapp acht Minuten brauchte Nürnberg, um 1:0 in Führung zu gehen: Christian Eigler bediente Daniel Didavi per Traumpass über 40 Meter – die Stuttgarter Leihgabe traf aus sieben Meter ins lange Eck zur Führung. 14 von Nürnberg dominierte Minuten später gab es Eckball für den Club, die Hereingabe von Marvin Plattenhardt durfte Jens Hegeler aus elf Metern unbedrängt zum 1:0 verwerten.


Bilderstrecke zum Thema
Kaum jemand hätte vor dem Spiel darauf gewettet, dass der FCN in Leverkusen siegt. Ein couragierter Club bewies den Skeptikern aber, dass er noch dreifach punkten kann - und dabei guten Fußball spielt.

Es folgte Nürnbergs einzige passive Phase an diesem Nachmittag – und Leverkusens einzige Großchance. Raphael Schäfer aber parierte erst mit dem Kopf gegen Derdiyok und fing dann den Nachkopfball von Michael Ballack. Es ging in die Pause und Leverkusens Publikum übte sich zunächst noch an der Vorstufe des Singens: Man pfiff gemeinsam.

Ein Aufbäumen wollte dem Gastgeber aber auch nach dem Wechsel nicht gelingen, stattdessen traf nach 73 Minuten der lange glücklose Pekhart per Kopf – wieder hatte Plattenhardt einen Eckball hereingegeben. Nürnberg hätte bei etwas mehr Konsequenz einen noch höheren Sieg feiern können, hatte seinen Trainer aber auch so zufrieden gestellt. „Wenn wir so spielen, gelingt uns das auch“, sagte Hecking. Und weil man das nach dieser Partie leicht vergessen könnte: Er sprach über den Abstiegskampf.

 



Fadi Keblawi

Ihr Kommentar

Name:
 
Info
Bestätigungswort

Um Ihren Kommentar abzusenden, geben Sie bitte das Bestätigungswort ein. Nicht lesbar? Erzeugen sie durch Klick darauf einen neuen Text.



Zum Thema
Logo 1. FC Nürnberg
Gründungsdatum:
04.05.1900
Mitgliederzahl:
12.000


Kurzbeschreibung:
Der 1. FCN - genannt "der Club" - hat folgende Titel errungen:
Deutscher Meister: 1920, 1921, 1924, 1925, 1927, 1936, 1948, 1961, 1968
DFB-Pokalsieger: 1935, 1939, 1962, 2007

Ein extra Themenarchiv mit "historischen" Berichten rund um den 1. FCN finden Sie unter dem Stichwort "Club-Geschichte(n)".

Der Club-Kader in der Saison 2011/12

Galerie Kader 1. FC Nürnberg 2011/12

Die Club-Gegner in der Saison 2011/12

Galerie Gegner 1. FC Nürnberg 2011/12
Zum Thema
Suche wird durchgeführt...