33°C
Donnerstag, 20.06. - 14:14 Uhr
Login
Info
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos!
Passwort vergessen
Info
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!

E-Mail-Adresse
Druckversion

Wo ist der Luchs?

Der Club und die kleine Comödie - 26.04.2012 22:35 Uhr

NÜRNBERG  - Provinz-Posse? Provinz-Bosse? "Blickpunkt Sport" kam am Montag nach Fürth - und kein Nürnberger ging hin.

Blickpunkt Sport in Fürth? Ungerecht, findet  Günther Koch. Warum eigentlich?
Blickpunkt Sport in Fürth? Ungerecht, findet Günther Koch. Warum eigentlich?
Foto: Ralf Rödel
Blickpunkt Sport in Fürth? Ungerecht, findet  Günther Koch. Warum eigentlich?
Blickpunkt Sport in Fürth? Ungerecht, findet Günther Koch. Warum eigentlich?
Foto: Ralf Rödel

Der Bayerische Rundfunk sendete auch zur Feier des Aufstiegs der Spielvereinigung — am Montag aus Fürth. „Blickpunkt Sport“ heißt die Sendung (in die übrigens in dieser Saison bislang zweimal Vertreter vom Aufsteiger aus Fürth eingeladen waren), Gäste vom 1.FC Nürnberg (der sich in seiner letzten Aufstiegssaison zehnmal präsentieren durfte) hatte man auch eingeladen. Nur kam aus Nürnberg niemand, stattdessen gibt man sich beleidigt — vielleicht, weil man dem BR die Sache mit dem Luchs noch nicht verziehen hat.

Der Luchs mogelte sich einst ins Bild, als ein glückseliger Hans Meyer der Fußball-Welt zu erklären versuchte, warum der 1. FC Nürnberg ohne Fans 2007 gar nicht hätte Pokalsieger werden können. Meyer hob also zu näheren Ausführungen an, beim Bayerischen Rundfunk wagte einer den harten Schnitt — und schon schaute denjenigen, die gerade noch die Live-Übertragung vom Hauptmarkt verfolgten, ein Luchs im Schnee in die Augen. Was sie für den Pokalsieg konnten, wissen die Fans bis heute nicht, Schuld hat der BR, weshalb es in Nürnberg manchen gibt, der dem Sender bis heute gram ist.


Einer von ihnen hat es bis in den Aufsichtsrat geschafft — beim FCN, nicht beim BR, weshalb es nun wieder einiges an Aufregung gibt. Günther Koch hatte nämlich eine Idee: „Blickpunkt Sport“ soll nicht ständig nur aus München gesendet werden, sondern hin und wieder auch aus Franken. Was Koch unter Franken versteht, weiß man nun: Nürnberg. Beim BR waren sie nämlich glücklich, dass sie dem ehemaligen Mitarbeiter Koch eine Freude machen können. Stattdessen haben sie jetzt Ärger mit ihm und irgendwie auch mit dem 1.FCN. „Blickpunkt Sport“, das teilte der Sender also noch freudig mit, kommt am Montag tatsächlich aus Franken. Schön hätte man sich da denken können, und — wie sonst auch immer — am Montag, wenn „Blickpunkt Sport“ läuft, irgendetwas anderes machen können: Staub wischen vielleicht, oder ein Buch über Luchse lesen.

Stattdessen musste man schon eine Woche vor der Sendung über Koch und den 1. FCN nachdenken, wobei das Über-den-1.-FC- Nürnberg-Nachdenken in letzter Zeit ja sogar Spaß gemacht hat, weil der Club, anders als in der Saison nach dem Luchs-Eklat, diesmal nicht aus der Bundesliga abgestiegen ist. Koch jedenfalls, der die Blickpunkt-Sendung aus Franken gefordert hatte, empörte sich nun über: die Blickpunkt-Sendung aus Franken. „Ein Affront“ sei das, ließ Koch wissen — und zumindest beim 1.FC Nürnberg hörte man seinem Aufsichtsrat zu. Wenn am Montag der Blickpunkt aus Franken gesendet wird, fehlt der 1. FCN.

Eingeladen war man zwar, hat aber abgesagt, weil dummerweise der Blickpunkt gar nicht aus Franken kommt, sondern aus Fürth. Aus der Comödie Fürth, um genau zu sein. Aus jenem Theater also, wo noch bis Sonntag eine Show mit dem schönen Namen „Das Leben ist kein Fleischsalat“ aufgeführt wird. Schade eigentlich, konnte man sich nun wieder denken, dass das Leben kein Fleischsalat ist, weil man sich dann keine Gedanken darüber hätte machen müssen, was man von der Absage des 1. FCN hält. Jetzt muss man sich Gedanken machen, wünscht sich aber, dass einer einen harten Schnitt macht — und da steht er dann plötzlich: der Luchs. 

FADI KEBLAWI


Ihr Kommentar

Name:
 
 Bitte beachten Sie unsere Netiquette.
Info
Bestätigungswort

Um Ihren Kommentar abzusenden, geben Sie bitte das Bestätigungswort ein. Nicht lesbar? Erzeugen sie durch Klick darauf einen neuen Text.


Aktueller Zeitungstitel Nürnberger Nachrichten
  • "Ausschmückung" im Mollath-Urteil: Wie aus einer "Rechtsbeugung" eine harmlose "unrichtige Rechtsanwendung" wurde
  • Ehrenrühriger Vorwurf: Wie die Erlanger Leberexperten um ihren guten Ruf kämpfen
  • Sparpaket der Stadt Nürnberg: Welche Kosten ab 2014 auf die Bürger zukommen

Fupa Banner
Nachrichten aus dem Sport

Fußball in der Region
Fußball in der Region
Spielberichte, Statistiken und Hintergründe von der Regionalliga bis zur B-Klasse. Umfassend, aktuell und kompetent.
User-Kommentare
Suche wird durchgeführt...

Fußballtippspiel

Themen Infobox 1. FC Nürnberg
Logo 1. FC Nürnberg
Gründungsdatum:
04.05.1900
Mitgliederzahl:
14.000
Kurzbeschreibung:
Titel, Tränen und Triumphe: Der 1. FC Nürnberg blickt auf eine bewegte, mittlerweile über 113-jährige Geschichte zurück. Seine größten Erfolge feierte der Club in den "goldenen" 20er Jahren, als alleine fünf der insgesamt neun Meisterschaften gelangen. Bis in die 60er Jahre gehörte der Verein zu den ganz großen Namen des deutschen Fußballs.
Doch mit dem erstmaligen Abstieg aus dem Oberhaus 1969 begann ein jahrzehntelanges Tief. Abstiege und Skandale prägten den Verein, der sich in dieser Zeit den Ruf einer Fahrstuhlmannschaft verdiente und 1996 gar in die drittklassige Regionalliga abstürzte.
Erst im neuen Jahrtausend konsolidierte sich der Verein und knüpfte mit dem DFB-Pokalsieg 2007 an alte Zeiten an - sehr zur Freude der treuen und großen Anhängerschaft des FCN.
Deutscher Meister:
1920, 1921, 1924, 1925, 1927, 1936, 1948, 1961, 1968
DFB-Pokalsieger:
1935, 1939, 1962, 2007
Ein extra Themenarchiv mit "historischen" Berichten rund um den 1. FCN finden Sie unter dem Stichwort "Club-Geschichte(n)".

Der Club-Kader in der Saison 2012/13:
Galerie Kader 1. FC Nürnberg 2011/12
Internet:

Themen Infobox SpVgg Greuther Fürth
Logo SpVgg Greuther Fürth
Gründungsdatum:
23.09.1903
Mitgliederzahl:
2550
Kurzbeschreibung:
Die Spielvereinigung Greuther Fürth feierte als Fußballverein ihre größten Erfolge in der Vereinsgeschichte mit drei deutschen Meistertiteln in den Jahren 1914, 1926 und 1929 als SpVgg Fürth. Nach dem 2. Weltkrieg konnte die Spielvereinigung jedoch nie wieder an die großen Erfolge anknüpfen und sich folglich auch nicht für die 1963 gegründete Bundesliga qualifizieren. Mit dem Sturz bis in die Landesliga versank der Traditionsverein in den 80er Jahren endgültig in der Bedeutungslosigkeit. Aufwärts ging es erst wieder 1994, als die Qualifikation für die neu gegründete Regionalliga gelang. Zwei Jahre später trat die Fußballabteilung des TSV Vestenbergsgreuth der SpVgg bei. Seitdem gehören die Geldsorgen der Vergangenheit an, der traditionsreiche Name SpVgg Fürth wurde durch den Zusatz Greuther ergänzt. Seit 1997 spielte die Spielvereinigung ununterbrochen in der 2. Bundesliga, bis im Mai 2012 endlich der Aufstieg in die Bundesliga gelang. Seit 1910 trägt der Verein, der im Volksmund "Kleeblatt" genannt wird, seine Heimspiele im Ronhof aus. Ein geplanter Stadionneubau am Rhein-Main-Donaukanal hat sich Ende 2012 zerschlagen. Bis mindestens 2040 spielt das Kleeblatt in seiner traditionellen Heimat am Ronhof.
Deutscher Meister:
1914, 1926, 1929
Internet: