8°C
Montag, 20.05. - 04:31 Uhr
Login
Info
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos!
Passwort vergessen
Info
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!

E-Mail-Adresse
Druckversion

05. Februar 1962: Der ,Hase' war sein Jagdfreund

Drei Monate Gefängnis für tödlichen Schuß - 05.02.2012 06:59 Uhr

NÜRNBERG  - Weil er bei der Jagd seinen Freund, einen 60jährigen Straßenarbeiter, tödlich verwundet hatte, wurde vom Bayreuther Schöffengericht ein 36jähriger Justizhauptwachtmeister aus Fischbach bei Nürnberg zu drei Monaten Gefängnis mit Bewährung wegen fahrlässiger Tötung und unerlaubten Waffenbesitzes verurteilt.

Bilderstrecke zum Thema
Die Fotos des NN-Kalenderblatts vom Januar 1962.

Der Justizbeamte, der weder einen Jagd- noch einen Waffenschein besaß, war mit dem 60jährigen bei Adlitz in der Fränkischen Schweiz im Revier eines Bekannten auf Hasenjagd gegangen.

In der Dunkelheit hielt er seinen Freund, der sich in etwa 100 Meter Entfernung postiert hatte und von dem wegen einer dazwischenliegenden Bodenwelle nur der Kopf sichtbar war, für einen Hasen.

Er feuerte zwei Schuß aus seiner Drillingsbüchse und auf den vermeintlichen Hasen ab, von denen einer dem Straßenarbeiter in die Brust drang und eine Hauptschlagader verletzte. Zu dem milden Urteil hatte beigetragen, daß der Justizwachtmeister sofort nach dem Unfall der Witwe seines Freundes 1000 DM überweisen ließ.

Aus den Nürnberger Nachrichten vom 5. Februar 1962

  

Karl-Hermann Eckmann


Ihr Kommentar

Name:
 
 Bitte beachten Sie unsere Netiquette.
Info
Bestätigungswort

Um Ihren Kommentar abzusenden, geben Sie bitte das Bestätigungswort ein. Nicht lesbar? Erzeugen sie durch Klick darauf einen neuen Text.