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13. März 1962: Fischbach dehnt sich weiter aus

Noch in diesem Jahr wird mit dem Bau der Parkwohnanlage Altenfurt begonnen - 13.03.2012 06:59 Uhr

Auch im Fischbacher Teil wird großzügig geplant. Im Modell ist der künftige Rathauskomplex (hinten, Mitte) zu erkennen. Mit dem Bau des Hauptgebäudes, das noch in diesem Jahr fertiggestellt werden soll, wird am 15. März begonnen werden. Links liegt die Schule und rechts die künftige katholische Kirche, über deren endgültige architektonische Gestaltung man sich noch nicht entschieden hat. Zwischen der Schule und dem Rathaus die Fischbacher Hauptstraße. Auch Abstellplätze für Autos sind geplant.

Auch im Fischbacher Teil wird großzügig geplant. Im Modell ist der künftige Rathauskomplex (hinten, Mitte) zu erkennen. Mit dem Bau des Hauptgebäudes, das noch in diesem Jahr fertiggestellt werden soll, wird am 15. März begonnen werden. Links liegt die Schule und rechts die künftige katholische Kirche, über deren endgültige architektonische Gestaltung man sich noch nicht entschieden hat. Zwischen der Schule und dem Rathaus die Fischbacher Hauptstraße. Auch Abstellplätze für Autos sind geplant. © Slevogt


Statt der ursprünglich vorgesehenen drei werden zwei Punkthäuser und zwei viergeschossige Zeilenbauten errichtet. In der Frage der Gliederung der einzelnen Bauwerke ist man den Wünschen der örtlichen Kirchenbehörden und der Stadt Nürnberg weitgehend nachgekommen. Der Gemeinderat vereinbarte ferner, über das bereits beschlossene Straßenbauprogramm 1962 hinaus weitere 500 000 DM für den Ausbau des Verkehrsnetzes zu investieren.

Die geplante Parkwohnanlage Altenfurt im Modell: im Vordergrund, an der Löbenbergerstraße, sind die vorgesehenen beiden Punkthäuser und dahinter die Zeilenbauten zu erkennen. Zwei verschiedene Typen von Bungalows fügen sich geschickt in die Siedlung ein. Rechts führt an der künftigen Parkwohnanlage die Bundesstraße 8 nach Feucht vorbei. Mit den Bauarbeiten wird noch heuer begonnen.

Die geplante Parkwohnanlage Altenfurt im Modell: im Vordergrund, an der Löbenbergerstraße, sind die vorgesehenen beiden Punkthäuser und dahinter die Zeilenbauten zu erkennen. Zwei verschiedene Typen von Bungalows fügen sich geschickt in die Siedlung ein. Rechts führt an der künftigen Parkwohnanlage die Bundesstraße 8 nach Feucht vorbei. Mit den Bauarbeiten wird noch heuer begonnen. © Slevogt


Die Gemeinde Fischbach wird damit im Jahr 1962 für 1,15 Mill. DM Gemeindestraßen bauen. Dieser Betrag ist in der Geschichte von Fischbach die höchste Summe, die in einem Jahr für den Straßenbau veranschlagt wurde. Der Projektierungsauftrag zum Ausbau der Schwaiger Straße, der Holzstadt in Fischbach, der Bachstraße (Teilstrecke Feuerweg-Graben); des Mittelweges (Teilstrecke Siedlerstraße – Kirchenstraße), des Bienenwegs (Teilstrecke Feuerweg bis Mittelweg) in Altenfurt sowie des Blumen- und Plattenweges und des Postgäßchens in Moorenbrunn wurde an ein Nürnberger Ingenieurbüro vergeben.

Die öffentliche Ausschreibung erfolgt in etwa 14 Tagen. Die Jahresrechnung 1960 wurde vom Gemeinderat einstimmig anerkannt. Sie weist für die Zeit vom 1. April bis 31. Dezember 1960 folgende Abschlußzahlen auf: der Gesamtumsatz in neun Monaten belief sich bei den Einnahmen auf 2,04 Millionen und bei den Ausgaben auf 1,97 Mill. DM. Das Gemeindevermögen zum 31. Dezember 1960 betrug 4,26 Mill. DM, der Schuldenstand 0,93 Millionen, so daß sich ein Reinvermögen von 3,33 Mill. DM ergibt. Dies entspricht einer Vermögenszunahme von 0,42 Millionen.

Mit der Staatsforstverwaltung waren die Gemeinderäte gar nicht zufrieden. Aus dem Schulhaus-Grundstück Fischbach sollte eine Teilfläche – die Gemeinde hat das Schulhausgrundstück 1960 um 2,50 DM pro qm gekauft – an einen Grundstücksnachbarn abgegeben werden. Bei dem Verkauf des Schulgrundstückes ließ sich die Forstverwaltung ein auf zehn Jahre befristetes Vor- und Wiederkaufsrecht eintragen, welches für die zum Tausch stehende Teilfläche von 459 qm gelöscht werden sollte.

Die Staatsforstverwaltung wollte nur für ihren Verzicht auf das Vor- und Wiederkaufsrecht eine Aufzahlung von 6885 DM. Dies entspricht 15 DM pro Quadratmeter. Den Fischbachern – so konstatierte 1. Bürgermeister Höffkes – sei dies zu teuer.

Aus den Nürnberger Nachrichten vom 13. März 1962.

Bilderstrecke zum Thema

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Kalenderblatt: Nürnberg im März 1962 - die Bilder

Die Fotos des NN-Kalenderblatts vom März 1962.


 

M.

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