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4. Juli 1962: Mit dem Auto an den Bankschalter

Eindrucksvoller Neubau der Kreissparkasse entsteht an der Marientor-Kreuzung - 04.07.2012 06:00 Uhr

NÜRNBERG  - Es wird ein großartiges Geburtstagsgeschenk, das sich die Kreissparkasse Nürnberg zu ihrem 125jährigen Jubiläum 1964 schenken wird. Dafür dauert's aber auch noch fast zwei Jahre, bis das Geschenk Gestalt annehmen wird: nämlich das neue Gebäude der Hauptstelle am Marientor.

Nicht gerade einladend bietet sich gegenwärtig die Nordostecke des Marientores dem Besucher dar. Die Ruine, zeitweise als Geschäft und zuletzt als Lokal verwendet, wird in den nächsten Tagen der Spitzhacke zum Opfer fallen. Bis auf ein Ladengeschäft - hier hofft die Kreissparkasse bald zu einer Einigung zu kommen - kann in Kürze geräumt werden.
Nicht gerade einladend bietet sich gegenwärtig die Nordostecke des Marientores dem Besucher dar. Die Ruine, zeitweise als Geschäft und zuletzt als Lokal verwendet, wird in den nächsten Tagen der Spitzhacke zum Opfer fallen. Bis auf ein Ladengeschäft - hier hofft die Kreissparkasse bald zu einer Einigung zu kommen - kann in Kürze geräumt werden.
Foto: Friedl Ulrich
Nicht gerade einladend bietet sich gegenwärtig die Nordostecke des Marientores dem Besucher dar. Die Ruine, zeitweise als Geschäft und zuletzt als Lokal verwendet, wird in den nächsten Tagen der Spitzhacke zum Opfer fallen. Bis auf ein Ladengeschäft - hier hofft die Kreissparkasse bald zu einer Einigung zu kommen - kann in Kürze geräumt werden.
Nicht gerade einladend bietet sich gegenwärtig die Nordostecke des Marientores dem Besucher dar. Die Ruine, zeitweise als Geschäft und zuletzt als Lokal verwendet, wird in den nächsten Tagen der Spitzhacke zum Opfer fallen. Bis auf ein Ladengeschäft - hier hofft die Kreissparkasse bald zu einer Einigung zu kommen - kann in Kürze geräumt werden.
Foto: Friedl Ulrich

Der Startschuss jedoch läßt nicht mehr lange auf sich warten. Bereits heute will man mit dem Abbruch des Ruinengrundstückes Ecke Marientorgraben und Marienstraße beginnen.

Dreijährige Vorarbeit und Verhandlungen sind mittlerweile vergangen, seit im Juni 1959 ein Architekten-Wettbewerb das künftige Aussehen der neuen Kreissparkasse festlegte. Zwei Tage lang hatte damals die Jury die 22 eingereichten Arbeiten von Architekten aus Nürnberg und dem Landkreis begutachtet und einstimmig sich für die Pläne von Architekt BDA Adolf Dunkel entschieden.

Nun ist es soweit, daß mit dem Bau an dieser markanten Ecke, an der Nahtstelle vom alten zum modernen Nürnberg, begonnen werden kann. Von der grundsätzlichen Konzeption, für die sich beim Wettbewerb Architekt Dunkel entschieden hatte, änderte sich bei den endgültigen Bauplänen nichts. Es ging ihm darum, den städtebaulichen Rahmen des Marientors nicht zu sprengen, sondern den Straßenraum in der Marienstraße zu erweitern.

Tresore im dritten Keller

Es ergeben sich, wie es damals hieß, bewegtere Gebäudefluchten, eine Gliederung des Straßenraumes sowie eine betonte Wirkung des Haupteinganges zur Kreissparkasse in der Marienstraße. Diesen äußerlichen Eindruck soll die klar gegliederte Fassade aus grauem Muschelkalk unterstreichen.

Bilderstrecke zum Thema
Die Fotos des NN-Kalenderblatts vom Juni 1962

Ruinen und provisorischer Parkplatz werden an der Nordost-Ecke des Marientors bald einer zehn Meter tiefen Baugrube weichen. So tief muß wegen der vorgesehenen drei Kellergeschosse gebuddelt werden. Um bei diesem Gebäudekomplex – er umfaßt rund 50.000 Kubikmeter umbauten Raumes – ganz unten zu beginnen: im dritten Keller werden die Tresore sowie die strahlen- und luftdrucksicheren Schutzräume – Platz für 150 Menschen – liegen.

Scheck auf dem Tablett

In den darüberliegenden Kellerräumen können 103 Kraftfahrzeuge abgestellt werden. Mit Parkplätzen wird die Kreissparkasse, wie Direktor Leberzammer befriedigt feststellt, reich gesegnet sein. Zu den 103 unterirdischen Plätzen kommen im Hof 20 und vor dem Haus sieben weitere dazu.

Vom gleichen Standpunkt, wie das obere Bild, wurde das Modell photographiert. Es zeigt mehr als Worte, daß in zwei Jahren hier ein schmucker Neubau, verkleidet mit grauem Muschelkalk, stehen wird. Eindrucksvoll sind die Gebäudeanlagen: am Marientorgraben 31 und in der Marienstraße 65 Meter. 21 Meter hoch wird das Gebäude emporragen. Der Haupteingang zur Kreissparkasse ist in der Marienstraße.
Vom gleichen Standpunkt, wie das obere Bild, wurde das Modell photographiert. Es zeigt mehr als Worte, daß in zwei Jahren hier ein schmucker Neubau, verkleidet mit grauem Muschelkalk, stehen wird. Eindrucksvoll sind die Gebäudeanlagen: am Marientorgraben 31 und in der Marienstraße 65 Meter. 21 Meter hoch wird das Gebäude emporragen. Der Haupteingang zur Kreissparkasse ist in der Marienstraße.
Foto: Friedl Ulrich
Vom gleichen Standpunkt, wie das obere Bild, wurde das Modell photographiert. Es zeigt mehr als Worte, daß in zwei Jahren hier ein schmucker Neubau, verkleidet mit grauem Muschelkalk, stehen wird. Eindrucksvoll sind die Gebäudeanlagen: am Marientorgraben 31 und in der Marienstraße 65 Meter. 21 Meter hoch wird das Gebäude emporragen. Der Haupteingang zur Kreissparkasse ist in der Marienstraße.
Vom gleichen Standpunkt, wie das obere Bild, wurde das Modell photographiert. Es zeigt mehr als Worte, daß in zwei Jahren hier ein schmucker Neubau, verkleidet mit grauem Muschelkalk, stehen wird. Eindrucksvoll sind die Gebäudeanlagen: am Marientorgraben 31 und in der Marienstraße 65 Meter. 21 Meter hoch wird das Gebäude emporragen. Der Haupteingang zur Kreissparkasse ist in der Marienstraße.
Foto: Friedl Ulrich



Die Attraktion für Autofahrer hat sich Architekt Dunkel ausgedacht: zwei Autoschalter erlauben Bankgeschäfte vom Steuerrad des Wagens aus, ohne daß der Kunde aussteigen muß. An sein Fenster wird automatisch eine Art Tablett geschoben, auf das der Fahrer den Scheck legt. Auf dem gleichen, noch etwas ungewöhnlichen Weg erhält der Kunde nach der Überprüfung sein Geld.

Die Zufahrt zu den Autoschaltern, die es bisher in Bayern nur in München und Augsburg gibt, erfolgt über die Marienstraße, die Ausfahrt zum Marientorgraben.

Den Mittelpunkt des Bankhauses bildet die ebenerdige 730 Quadratmeter große Kassenhalle. Die Schalterlänge ist mit 60 Metern respektabel. Die um die Schalterhalle angeordneten Betriebsräume vermeiden Behinderungen des Personals. Vier Aufzüge stellen die Verbindung zu den einzelnen Geschossen her.

Mit dem Neubau der Kreissparkasse wird das Banken- und Versicherungsviertel zwischen Marientor und Lorenzkirche um einen eindrucksvollen Bau ergänzt.

Aus den Nürnberger Nachrichten vom 4. Juli 1962 



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