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In den anderthalb Stunden waren nicht einmal mehr als zehn „User“ zugleich online, die Experten mitgerechnet. Auch der Wechsel war nicht sehr hoch. Eine bemerkenswerte Zahl vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte über einen Bürgerhaushalt in der Stadt Nürnberg.
Erst nach 16 Minuten meldete sich der erste Nutzer zu Wort und sprach gleich den heikelsten Punkt an: den hohen Schuldenstand der Stadt von über einer Milliarde Euro. „Das kann doch nicht ewig so weitergehen“, lautete der virtuelle Stoßseufzer „Für was bleibt da noch überhaupt Geld übrig?“, wollte der Bürger wissen. Die Schulden sind zu hoch, räumte auch der Finanzreferent ein. Es gebe aber auch noch Geld für Investitionen. Außerdem, findet der Kämmerer, sei doch die Zinsbelastung von jährlich 50 Millionen Euro gar nicht so groß angesichts der Gesamtausgaben von 1,4 Milliarden Euro. Na ja, so kann man das natürlich auch betrachten.
Ein Diskutant wollte wissen, weshalb denn die Stadt nun schon wieder das Stadion umbauen wolle. Nicht die Stadt wolle umbauen, so Christian Vogel, sondern der 1. FC Nürnberg. Die beiden Experten lehnten aber eine Beteiligung der Kommune ab. „Wir haben andere Probleme“, so Riedels Antwort. Wann es denn endlich mit dem Umbau des „Frankenstauwegs“ losgehe, wollten zwei andere User wissen. 2013 oder 2014, lautete die Antwort.
Ein weiteres Thema: die Kinderbetreuung. Wie weit sei die Stadt beim Ausbau der Tagesstätten? „Einigermaßen im Plan“, so Riedel, doch bei den Horten werde man das Ziel 2013 nicht ganz erreichen. Beide verteidigten zudem die 225 neuen Stellen bei der Stadt für 2012. Es sei aber – nach der Nullrunde heuer – eine Ausnahme, versicherten sie.

Bewerbungen für den NN-Kunstpreis werden ab 1. März 2012 entgegengenommen. Die Teilnahmebedingungen finden Sie
hier.