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«Adler“ im Plan

Jürgen Franzke vom DB Museum schildert Stand der Restaurierung - 23.06.2006

Knapp 60 000 Euro liegen nach Franzkes Worten auf dem Sonderkonto zur Renovierung der im Oktober vergangenen Jahres bei einem Brand im Eisenbahndepot zerstörten 24 Fahrzeuge. Gestern kamen 5500 Euro dazu. Das Hotel, das durch seine Innengestaltung seine Verbindung zur Eisenbahn und zum DB Museum zeigt, hatte seit Anfang des Jahres für jede Gästerechnung einen Euro für diesen Zweck auf die Seite gelegt. Geschäftsführerin Sabine Unckell und Direktorin Kerstin Bärschneider übergaben den Scheck.

Jürgen Franzke wartete im Gegenzug mit aktuellen Informationen zur Aufarbeitung des Brandschadens auf. Demnach ist der schwer beschädigte «Adler“-Nachbau im Dampflokwerk Meiningen komplett zerlegt worden. Die Begutachtung der Teile habe ergeben, dass die Lokomotive repariert werden kann.

Probleme gebe es mit der Beschaffung eines wichtigen Ersatzteiles: Für die Antriebs-Kurbelwelle, die bei dem Brand Risse erlitten hatte und ersetzt werden muss, hat sich in Deutschland bisher kein Hersteller gefunden. Mittlerweile suche man in Schweden nach einer Fachfirma, die dieses wichtige Ersatzteil herstellen könne. Bis zum Herbst sollte dieses Problem aber gelöst sein, sodass der Neuaufbau des Fahrzeuges beginnen könne. Kosten werde er einen siebenstelligen Betrag, dauern werde er etwa ein Jahr, so Franzke.

Neues berichtete er auch über die weiteren vom Brand beschädigten Fahrzeuge. Vier Dampfloks würden in den Museen in Koblenz und Heilbronn restauriert und kämen anschließend wieder zurück nach Nürnberg. Keine Rettung gebe es für sechs Dieselloks. Diese würden verschrottet. Da es Fahrzeuge der entsprechenden Baureihen aber noch gebe, «ist der Schaden stark begrenzt“, so Jürgen Franzke. KLAUS SCHRAGE 

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