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Ausgelassene Stimmung

1500 Nürnberger Jecken zogen lärmend durch die Stadt - 19.02. 19:20 Uhr

Nürnberg  - Mit Pauken und Trompeten: Rund 50.000 Menschen säumten die Route, als sich am Sonntagnachmittag der drei Kilometer lange Traditions-Faschingszug durch Nürnberg schlängelte.


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50.000 Närrinnen und Narren waren dabei, als sich der traditionelle Nürnberger Faschingszug am Sonntag durch die Straßen wand. Der Gaudiwurm der Frankenmetrople brachte es auf eine stattliche Länge von drei Kilometern.

Alles wippte und drehte sich kurz vor 13Uhr auf dem Asphalt, wärmte sich auf und wartete am Stadtpark darauf, dass der Startschuss für die 1500 Aktiven fiel. Auch die blauen, lebensgroßen Schlümpfe zappelten aufgeregt. Blau — eine Farbe, mit der sich die Junge Union gut anfreunden kann. Wer noch keinen CSU-Fraktionsvorsitzenden als Schlumpf gesehen hat — auf dem Faschingsumzug gab’s die Gelegenheit. Sebastian Brehm lachte und hoffte, dass nicht irgendwo im Zug ein karikierter Christian Wulff zu sehen ist. Mit ernster blauer Mine schob er nach: „Der Rückhalt war einfach nicht mehr da, jetzt muss wieder Ruhe einkehren.“

Tatsächlich war im Zug vom ehemaligen Bundespräsidenten nichts zu sehen. Dafür aber suchten Mitglieder der Piraten-Partei ihren Platz in der langen, bunten Schlange. „Hier machen wir unserem Namen alle Ehre und verkleiden uns als Piraten“, so Bezirksvorsitzender Patrick Linnert.


Bis zu 50.000 Narren säumten die Straßen, um den Nürnberger Faschingszug mitzuerleben.
Bis zu 50.000 Narren säumten die Straßen, um den Nürnberger Faschingszug mitzuerleben.
Foto: Günter Distler
Bis zu 50.000 Narren säumten die Straßen, um den Nürnberger Faschingszug mitzuerleben.
Bis zu 50.000 Narren säumten die Straßen, um den Nürnberger Faschingszug mitzuerleben.
Foto: Günter Distler

Punkt 13 Uhr begann die Show: Mal kämpfte die Sonne sich durch die Wolken, ein anderes mal tröpfelte es vom Himmel. Müllsäcke hüllten Lautsprecher ein, einige Gardisten zogen Plastikfolien über ihren Dreizack —zum Schutz vor Feuchtigkeit.

Die Narren auf den Lkw bombardierten die Zuschauer mit Bonbons, Gummibärchen und Popcorn. „Helau“ und „Ahaa“ echote es von unten zu den Jecken auf den Wagen zurück. Unter die spaßige Atmosphäre mischten sich aber immer wieder ernste Themen: Die Feuerwehr fordert auf einem Banner ein Museum für ihre Oldtimer, auf einem anderen kritisieren die „Siedler“ Rodungen im Bannwald. Gegen 17Uhr war’s zu Ende: Der Zug löste sich nach seiner launigen Tour in der Vorderen Ledergasse auf. 



ALEXANDER BROCK - Lokales Nürnberg

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Kurzbeschreibung:
In der fünften Jahreszeit ist eine Menge geboten: Neben der Inthronisation des Prinzenpaares und den bunten Faschingsumzügen gibt es viele weitere große und kleine Veranstaltungen. Hier finden sie alles zum närrischen Treiben in Nordbayern.