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Banker sollten mehr strampeln

Stolze Bilanz: 3548 Nürnberger beteiligten sich bei „Mit dem Rad zur Arbeit“ - 19.10. 20:44 Uhr

Nürnberg  - Mit einer Rekordbeteiligung endete die diesjährige Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“. Allein in Nürnberg schwangen sich 3548 Mitarbeiter aus über 300 Firmen an mindestens 20 Tagen auf ihre Räder.

Veranstalter und Gewinner(v.li.): Hiltrud Gödelmann (Umweltamt), DGB-Chef Stephan Doll, Bettina Hörig, Jens Ott (ADFC), Maximilian Stratmann (vbw), Corinna Gerlach und Andrea Krauß. Vorne: Norbert Kettlitz (AOK) mit Eva und Ben.
Veranstalter und Gewinner(v.li.): Hiltrud Gödelmann (Umweltamt), DGB-Chef Stephan Doll, Bettina Hörig, Jens Ott (ADFC), Maximilian Stratmann (vbw), Corinna Gerlach und Andrea Krauß. Vorne: Norbert Kettlitz (AOK) mit Eva und Ben.
Foto: Fengler
Veranstalter und Gewinner(v.li.): Hiltrud Gödelmann (Umweltamt), DGB-Chef Stephan Doll, Bettina Hörig, Jens Ott (ADFC), Maximilian Stratmann (vbw), Corinna Gerlach und Andrea Krauß. Vorne: Norbert Kettlitz (AOK) mit Eva und Ben.
Veranstalter und Gewinner(v.li.): Hiltrud Gödelmann (Umweltamt), DGB-Chef Stephan Doll, Bettina Hörig, Jens Ott (ADFC), Maximilian Stratmann (vbw), Corinna Gerlach und Andrea Krauß. Vorne: Norbert Kettlitz (AOK) mit Eva und Ben.
Foto: Fengler

In Mittelfranken sind 10315 Beschäftigte in dem Zeitraum vom 1. Juni bis zum 31. August beim Weg zur Arbeit auf das Fahrrad umgestiegen. Bayernweit beteiligten sich 60000 Mitarbeiter aus rund 8000 Betrieben an der Mitmach-Aktion — 2000 Personen mehr als im Vorjahr, verkündet Norbert Kettlitz, AOK-Direktor für Firmenkunden in Mittelfranken, bei der Siegerehrung in Geschäftsstelle am Frauentorgraben stolz.



„Mit dem Rad zur Arbeit“ ist eine Initiative der Krankenkasse und des ADFC, unterstützt wird sie vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) und der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw). Mittelfrankens DGB-Vorsitzender Stephan Doll schaffte den Spagat, über das zu reden, „was uns alle bewegt, nämlich die Finanzkrise, und das, was wir heute feiern“. Er meinte: „Die Zocker fahren in der Regel Auto, dabei macht Fahrradfahren bekanntlich einen klaren Kopf.“ Seine Lösung: „Die Banker sollten mehr radeln, dann wäre uns einiges erspart geblieben“.

Hiltrud Gödelmann vom Umweltreferat der Stadt wies noch mal auf die gesundheitlichen und umweltfreundlichen Aspekte sowie den Spaßfaktor der Aktion hin und betonte: „Mit nichts in der Stadt kommt man so schnell voran wie mit dem Rad“.

Unter den Teilnehmern der Aktion gab es viele gesponserte Preise zu gewinnen. Die siebenjährige Eva und ihr Bruder, der vierjährige Ben, spielten Glücksfee. Das Mädchen zog das erste Los mit der Nummer 32 — und so durfte sich Bettina Hörig über den Hauptpreis, ein Fahrrad der Firma cycle union, freuen. Die 29-jährige Nürnbergerin drehte gleich vor Ort eine Runde. Den Flachbildfernseher vom Baurechenzentrum Nürnberg erhielt Heidi Gerlach, ihre Tochter nahm den Preis entgegen. Ein Halbjahresabo der Nürnberger Nachrichten gewann Andrea Krauß.

Das erklärte Ziel der bundesweiten Initiative lautet, dass die Teilnehmer auch nach Aktionsende öfter aufs Fahrrad umsteigen. Laut Studien reicht bereits eine halbe Stunde Bewegung am Tag aus, um das menschliche Immunsystem, die Muskelkraft, den Blutdruck und die Herzfrequenz positiv zu beeinflussen.

Die Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“, die bereits seit elf Jahren läuft, schreibt Erfolgsgeschichte — das belegen nicht zuletzt die stetig steigenden Teilnehmerzahlen. 



CLAUDIA BEYER - Nürnberg Lokales

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