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Schwarze Rauchschwaden über Sandreuth: Hundert Feuerwehrleute versuchten unter äußerst schwierigen Bedingungen fieberhaft, einen Brand im Müllbunker 4 der Anlage zu löschen.
Die austretenden Rauchschwaden stellten Messungen zufolge keine Gefahr für die Bevölkerung dar. Klar ist nur: Das Feuer bedeutet Einschränkungen für die Abfallwirtschaft in Schwabach, Nürnberg, Fürth und Umland.
Von dem Brand am Dienstag war der Müllbunker 4 betroffen, also der Ort, an dem die Abfälle angeliefert und gelagert werden. Die eigentliche Verbrennungsanlage wurde durch die Flammen nicht beeinträchtigt.
Die Löscharbeiten stellten sich wegen der starken Rauchbildung und der schlechten Sichtbedingungen als äußerst schwierig dar. Die Feuerwehrleute waren mit Wärmebildkameras und schwerem Atemschutz im Einsatz - bis in die Nacht. Für die Bevölkerung bestand Messungen zufolge keine Gefahr durch kohlenstoffdioxidhaltigen Rauch.
Eine der Ursachen des Brandes war auch die dort gelagerte ungewöhnlich große Müllmenge. Wegen Reparaturarbeiten an einem benachbarten Müllbunker sei der betroffene Teil der Anlage mit Müll vollgestopft gewesen, teilte die Polizei mit. Dadurch sei der Brand, der immer wieder in solchen Anlagen entstehe, zunächst unbemerkt geblieben. Zudem hätten mit Schweröl getränkte Tücher im Abfall die rasche Ausbreitung des zunächst begrenzten Feuers begünstigt.
Zum Löschen des Brandes mussten über 3000 Kubikmeter mit Schaummittel versetztes Wasser ausgebracht werden. Doch bevor die Müllverbrennungsanlage wieder angefahren werden kann, muss das Löschwasser abgepumpt werden.
Nach einer ersten Begehung in dem vom Brand betroffenen Bereich konnte der Abfallwirtschaftsbetrieb (ASN) keine größeren Schäden an den technischen Anlagen der MVA feststellen. Trotzdem werden wohl noch einige Tage vergehen, bis der normale Betrieb wieder aufgenommen werden kann. So lange wird der Nürnberger Hausmüll zur Deponie in den Hafen gebracht, dort in Ballen verpackt und zwischengelagert.
Auf die Restmüllabfuhr wird der Brand voraussichtlich keine spürbaren Auswirkungen haben.

Bewerbungen für den NN-Kunstpreis werden ab 1. März 2012 entgegengenommen. Die Teilnahmebedingungen finden Sie
hier.