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Club plant Mini-Stadion für 3000 Fans

FCN will Arena für den Nachwuchs auf dem Vereinsgelände bauen - 09.08.2013 06:57 Uhr

Hier soll das neue Mini-Stadion des FCN entstehen, rund um den — hier beim Saisonauftakt der Bundesliga-Mannschaft gut besuchten — A-Platz. 3000 Fans sollen auf befestigten Stehplätzen und einer überdachten Sitzplatztribüne Platz finden.

Hier soll das neue Mini-Stadion des FCN entstehen, rund um den — hier beim Saisonauftakt der Bundesliga-Mannschaft gut besuchten — A-Platz. 3000 Fans sollen auf befestigten Stehplätzen und einer überdachten Sitzplatztribüne Platz finden. © Sport-/Pressefoto Wolfgang Zink / DaMa


Der Club baggert. Nicht an irgendwelchen neuen Spielern, sondern am Valznerweiher. Schon wieder. Noch kein Jahr ist sie her, die offizielle Einweihung des neuen Funktionsgebäudes des 1. FC Nürnberg — samt dem Club-Museum —, da gräbt der FCN erneut sein Vereinsgelände um. Für das neue Stadion. Wenn auch nur eines im Kleinformat.

Die Arena am Valznerweiher ist nämlich nicht für die Profis gedacht, auch nicht für die kompletten 50000, die alle zwei Wochen zu den Heimspielen ihres Lieblingsvereins strömen. Es ist ein Mini-Stadion, das der 1. FC Nürnberg baut, mit einer Kapazität von etwa 3000 Zuschauern.

Platz für Nachwuchs

Das ist die Mindestanforderung für Fußballmannschaften, die in der Regionalliga Bayern kicken. Wie die U23 des FCN. Die zweite Mannschaft des Clubs trägt ihre Spiele bislang im Frankenstadion aus, das kostet den Verein. Sie zurück auf das Vereinsgelände zu verlegen, ist also auch ein Wirtschaftsfaktor.

Offiziell erklärt der Club, dass die „Weiterentwicklung des Sportparks Valznerweiher mit der Eröffnung der neuen Geschäftsstelle noch nicht abgeschlossen ist“ und dass es im Bereich Rasenflächenerweiterung Pläne gebe. Die sehen beispielsweise ein neues Kunstrasenfeld auf dem brachliegenden Gelände neben dem A-Platz vor.

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Um den A-Platz selbst, auf dem die Bundesliga-Kicker sich auch dieses Jahr ihren Fans zum Saisonauftakt präsentiert haben, soll das neue Mini-Stadion entstehen.

Wie? „Durch befestigte Stehränge und eine Tribüne mit Sitzplätzen“, sagt Martin Bader, Sportvorstand des 1. FC Nürnberg. Zusammen mit den anderen Maßnahmen soll die „Weiterentwicklung“ etwa eine Million Euro kosten. Und möglicherweise schon im nächsten Jahr fertig sein. Denn, das verrät der Sportvorstand, die Baugenehmigung für eine Mini-Arena hat sich der Club schon bei der Planung des neuen Funktionsgebäudes geholt.

Das bestätigt Gerhard Steinmann von der Bauordnungsbehörde. Das O.K. für den „Umbau der bestehenden Tribüne zur überdachten Sitzplatztribüne“ stammt aus dem Jahr 2008. Ein Mini-Stadion am Valznerweiher ist ohnehin keine neue Idee, sondern liegt schon lange zurück. Seit der Jahrtausendwende wünscht sich der Club eine kleine Arena an seinem Sportplatz — zuerst war allerdings die Rede von 10.000 Plätzen.

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Konkrete Umbaumaßnahmen kamen vor zehn Jahren auf den Tisch, dabei ging es um ein Stadion mit einem Fassungsvermögen von 5000 Zuschauern. Der Club biss allerdings bei den Anwohnern auf Granit, die in erster Linie eine Zunahme des Verkehrs und eine Verschärfung der Parkplatzproblematik befürchteten. Weitere Sorgen: mehr Lärm, eine Beeinträchtigung der Sichtverhältnisse — und dadurch auch eine Wertminderung der angrenzenden Wohnhäuser.

Auch wegen des Schallschutzgutachtens begrub der Club damals seine Stadionpläne — um ein paar Jahre später das Thema erneut anzubringen. Diesmal verlief der Plan Anfang 2007 im Sand — trotz eines neuen Vorgutachtens, in dem die Lärmgrenzwerte eingehalten wurden. Die Tribüne dient dabei als Lärmschutz.

Nun ein nächster Anlauf. Als Alleingang? Der Bürgerverein Zabo weiß von den Plänen jedenfalls nichts. 

Wolfgang Laass und Timo Schickler (Nürnberger Nachrichten)

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