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Club-Stadion punktet mit kurzen Wegen

FCN-Spielstätte landet im Test vor Allianz Arena — Sponsor noch nicht in Sicht - 24.10.2012 12:00 Uhr

Egal, ob mit Nahverkehr, Auto oder zu Fuß: Das Stadion in Nürnberg ist gut erreichbar.

Egal, ob mit Nahverkehr, Auto oder zu Fuß: Das Stadion in Nürnberg ist gut erreichbar. © Horst Linke


Das geht vielen Club-Fans runter wie Öl. Der 1. FC Nürnberg landet vor dem FC Bayern München, endlich. Zwar nicht in der Bundesligatabelle, da trennen die beiden Vereine nach wenigen Spieltagen schon 16 Punkte. Aber im Stadion-Test. Im Wirtschaftsmagazin „Geld & Leben“ im Bayerischen Fernsehen schneidet das Nürnberger Fußballstadion besonders gut ab. Im Vergleich mit den anderen vier bayerischen Bundesligastadien in München, Augsburg und Fürth landet das Frankenstadion auf Platz eins, knapp vor der Münchner Arena.

Dabei punktet die Spielstätte des 1.FC Nürnberg (im Vergleich mit der im Wohngebiet eingebetteten Arena in Fürth und dem teuren Parkhaus in München) vor allem mit der optimalen Verkehrsanbindung. Und mit der besten Bratwurst — wenn auch nur in einer nichtrepräsentativen Umfrage. Lob erhält Nürnberg auch, weil beispielsweise die Treppen in den neuen Arenen in Augsburg und München sehr viel schmaler als im Frankenstadion sind. Und obwohl ein TV-Mitarbeiter im Selbsttest ohne Rucksack-Kontrolle zum Club-Spiel kommt, gelten alle vier Stadien als sicher — und liegen in dieser Wertung gleichauf.

Betrieb muss sparen

Was das Nürnberger Stadion noch auszeichnet, unabhängig vom Test? Es ist ohne Sponsorennamen. Für manchen Fan ein Pluspunkt — nicht aber für den Eigenbetrieb. Der sucht seit über einem Vierteljahr nach einem Sponsor (wir berichteten) — erfolglos. „Die Interessenten wechseln“, sagt Alfred Diesner zum aktuellen Stand. Die Aussage des Geschäftsführers des Eigenbetriebs Nürnberger Stadion heißt im Umkehrschluss: Einige Verhandlungspartner sind bereits abgesprungen, „andere dafür hinzugekommen“.

Noch strahlt Diesner Ruhe aus. Aufgeben wird er ohnehin in keinem Fall: Das Stadion ist auf das Geld aus dem Sponsoring angewiesen. Unter Druck sei man aber nicht, da man „eine langfristige Lösung“ suche. Heißt: Mindestens drei Jahre Vertragslaufzeit. Oder eben zwei Jahre und bestenfalls acht Monate. Denn: Weiterhin wird die Vertragslaufzeit an die Spielzeiten des FCN gekoppelt. Die Einbußen, die der Betrieb durch vier „namenlose“ Monate hinnehmen muss, werden bislang vor allem durch Sparmaßnahmen aufgefangen. „Manche Toilettentür wird dann eben nicht saniert.“

Auf andere, sicherheitsrelevante Maßnahmen kann jedoch nicht verzichtet werden. Das Flutlicht muss an diversen Stellen erneuert werden. „Daran kommen wir nicht vorbei.“ Das kostet 20.000 Euro.Wenig Grund zum Jubeln also derzeit für den Eigenbetrieb. Zumindest das Ergebnis im Stadion-Test sorgt für Freude. „Wow“, kommentiert der Chef. Den „geschlagenen“ Münchnern muss man allerdings zugutehalten, dass sie in der Kategorie Tickets nicht wirklich schuld sind, dass diese kaum verfügbar sind. Den Tabellenführer wollen eben schlichtweg mehr Fans sehen als Mannschaften aus unteren Tabellenregionen. 

Von Timo Schickler - Lokales Nürnberg

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