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Ein Klick zum Ticket

Die VAG wechselt 90 Fahrkarten-Automaten aus - 25.08. 15:57 Uhr

Nürnberg  - Neue Fahrkarten-Automaten sollen es den Kunden der VerkehrsAG erleichtern, die richtigen Tickets zu lösen. 90 von insgesamt 260 Geräten im Großraum werden im nächsten Jahr komplett ersetzt, bei den übrigen Touchscreen-Apparaten wird die Software ausgetauscht. Etwa 2,2 Millionen Euro investiert die VAG in die neuen Geräte.


Der neue VAG-Fahrkarten-Automat im Test: Beim Pressetermin konnten unter anderem Radio-Journalisten die Benutzerfreundlichkeit des Geräts testen und die Ansagen für Sehbehinderte mit dem Mikrofon aufnehmen.
Der neue VAG-Fahrkarten-Automat im Test: Beim Pressetermin konnten unter anderem Radio-Journalisten die Benutzerfreundlichkeit des Geräts testen und die Ansagen für Sehbehinderte mit dem Mikrofon aufnehmen.
Foto: Matejka

Genügt eine Kurzstreckenkarte oder brauche ich doch einen teureren Fahrschein? Welches Ticket benötige ich, um zu einem bestimmten Ort im gesamten Verbundgebiet zu kommen? Mit welchem Klick bekomme ich eine MobiCard? Fragen, bei denen VAG-Kunden gelegentlich ins Grübeln kommen, während die Straßenbahn schon heranrauscht - und der Stress entsprechend zunimmt, rechtzeitig noch die geeignete Fahrkarte zu ergattern.

Die neue Bedienoberfläche der Touchscreen-Automaten, die man durch Berührung mit den Fingern steuert, soll es noch einmal leichter machen: Kunden, die bereits wissen, welchen Fahrschein sie brauchen, müssen sich nicht mehr durch das gesamte Menü klicken. Fahrgäste, die sich mit den unterschiedlichen Tickets und Tarifstufen nicht auskennen, werden dagegen mit der ausführlicheren "Zielsuche" zum richtigen Ergebnis geführt. Und schließlich erhalten Sehbehinderte mit einem Spezialangebot (große Symbole und akustische Unterstützung) gesonderte Hilfe. Sie müssen nur den "Vierecken-Modus" an der unteren rechten Seite des Bildschirms drücken.

Mit drei Testläufen hat die VAG das neue Gerät bei den Kunden ausprobiert. Rund 90 Frauen, Männer und Kinder beteiligten sich an den Aktionen am Hauptbahnhof, vor der Lorenzkirche und beim Haltepunkt Röthenbach. Die Testpersonen waren zwischen 14 und 80 Jahre alt, auch Sehbehinderte probierten die neue Technik aus. "Wir wollten wissen, wie die Nutzer klarkommen, und es hat sehr gut geklappt", resümiert Irka Schneider von der Leipziger Firma Handspiel, die die Software nach den Vorgaben der VAG entwickelt hat.

Bildschirm schlecht lesbar

Das Unternehmen hat bereits ähnliche Projekte in München und Leipzig durchgeführt. Nur wenige Testpersonen sind an den Apparaten gescheitert - wie etwa ein Jugendlicher, der nach einem ersten Versuch einräumte, dass er gar nicht lesen kann. Ein lästiges Problem soll bei den 90 neuen Automaten gelöst sein: Die schlechte Lesbarkeit bei Sonnenlicht wird durch einen anderen Bildschirm verbessert. Aber eben nur bei den neuen Geräten. Die restlichen Apparate erhalten nur die neue Software, nicht eine andere Optik.

Auch die Suche nach geeigneten Verbindungen ist am neuen Automaten nicht vorgesehen. "Das könnte man natürlich machen, aber der Kunde will dies gar nicht", vermutet VAG-Mitarbeiter Thomas Seyfried, "er möchte nur schnell seine Fahrkarte kaufen, über die Anschlüsse informiert er sich zuvor im Internet." Die Automaten werden nach zwölf Jahren Einsatz altersbedingt ausgetauscht. Sie würden einfach immer störanfälliger, merkt Seyfried an. Neben der geänderten Bedienführung haben die neuen Geräte noch einen weiteren Vorteil: Die Kunden können sowohl bar als auch mit EC-Karte bezahlen.

  





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