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Ein Spiel mit Restrisiko

Grüne Plakataktion anlässlich 25 Jahre Tschernobyl - 15.04. 19:30 Uhr

Nürnberg  - Bayernweite Plakataktion: Unter dem Motto „Kein Spiel mit dem Restrisiko“ lassen die Grünen zum 25. Jahrestag der Atomkatastrophe von Tschernobyl rund 50 Plakate aufhängen. Das erste wurde jetzt in Nürnberg enthüllt.


Grüne Plakataktion: Mit einem einarmigen Banditen als Motiv warnen die Grünen vor dem Restrisiko der Atomkraft — (von links) Christine Stahl, Julia Bailey, Anja de Bruyn, Ralph Hoffmann, Klaus Hiemeier und Achim Mletzko.
Grüne Plakataktion: Mit einem einarmigen Banditen als Motiv warnen die Grünen vor dem Restrisiko der Atomkraft — (von links) Christine Stahl, Julia Bailey, Anja de Bruyn, Ralph Hoffmann, Klaus Hiemeier und Achim Mletzko.
Foto: Hagen Gerullis
Grüne Plakataktion: Mit einem einarmigen Banditen als Motiv warnen die Grünen vor dem Restrisiko der Atomkraft — (von links) Christine Stahl, Julia Bailey, Anja de Bruyn, Ralph Hoffmann, Klaus Hiemeier und Achim Mletzko.
Grüne Plakataktion: Mit einem einarmigen Banditen als Motiv warnen die Grünen vor dem Restrisiko der Atomkraft — (von links) Christine Stahl, Julia Bailey, Anja de Bruyn, Ralph Hoffmann, Klaus Hiemeier und Achim Mletzko.
Foto: Hagen Gerullis

An der Plakatwand am Hiroshimaplatz steht man einer überdimensionalen Anzeige eines Glücksspielautomaten gegenüber. Als Symbole sind „Tschernobyl 1986“ und „Fukushima 2011“ zu sehen — das dritte Rad dreht sich noch. Darunter steht: Will noch jemand mit dem Restrisiko spielen?

„Der riesige Energiehunger, den unsere Gesellschaft sich angewöhnt hat, ist ein Suchtverhalten“, warnt Bezirkstagsmitglied Klaus Hiemeier. Es sei kriminell, „wie wir angesichts der Begrenztheit unserer Erde mit den Energieressourcen umgehen“. Fukushima zeigt, dass die Atomtechnologie nicht beherrschbar sei, meint Julia Bailey, Mitglied des Bezirksvorstandes. Und betont: „Ein angeblich auf ein Minimum reduziertes Restrisiko ist uns immer noch zu viel.“

Die Grünen fordern den sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie und den Ausbau erneuerbarer Energien. „Wichtig ist dabei, die Bürger mitzunehmen — was ja kein Problem sein dürfte bei einer mehr als 80-prozentigen Ablehnung der Atomkraft in der Bevölkerung“, fährt Bailey fort. Zum 25. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl am 26.April wird in Nürnberg ein weiteres Plakat am Hauptbahnhof aufgehängt. „Wir möchten uns mit der Aktion mit all denen solidarisch zeigen, die darauf verzichten, mit dem Restrisiko zu spielen“, sagt die Nürnberger Landtagsabgeordnete Christine Stahl.

Hausarztverein fordert Ausstieg

Auch der Hausarztverein Nürnberg sprach sich im Rahmen seiner Mitgliederversammlung für einen Atomausstieg aus. Er hält angesichts der Geschehnisse in Japan die Auswirkungen von Atomunfällen „für menschlich, medizinisch und materiell unkalkulierbar“. Hier sei eine medizinische Hilfe, wenn überhaupt, nur in „sehr beschränktem Umfang“ möglich. Der Verein forderte die Politik auf, nach einer 30-jährigen Diskussion in der Atompolitik endlich eine „tragfähige Entscheidung“ zu treffen. 





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