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Die Gefahr ist klein, im Prinzip. Durchschnittlich sterben in Deutschland jährlich „nur“ sieben Menschen am Blitzschlag. Der letzte tödliche Unfall in Nürnberg hat sich im Juni 2003 ereignet, als ein 34-Jähriger bei einem Gewitter in Langwasser ums Leben kam. Doch durch den Klimawandel, sagen Experten, steige die Unwettergefahr.
Also heißt es aufpassen: Wer auf ungeschütztem Gelände oder unter Bäumen steht, lebt gefährlich. In die Hocke gehen und den Kopf einziehen, das rät Thomas Schertel, Einsatzleiter der Berufsfeuerwehr Nürnberg.
300000 Ampere mit Spannungsspitzen bis zu einer Millionen Volt haben Blitzexperten gemessen. Wer davon direkt getroffen wird, hat kaum Überlebenschancen. Da sich beim Einschlag — auch wenn er weit weg passiert — die Spannung großflächig in den Boden entladen könne, sollte man sich weder auf die Erde setzen noch legen, um den Kontakt möglichst gering zu halten, sagt der Feuerwehrler.
Ein Blitz, so Schertel, suche sich stets den geringsten Widerstand. Deshalb rät er: „Raus aus dem Wasser!“ Schutz bieten auch Autos. Wenn sie der Blitz trifft, nimmt meist nur die Bordelektronik Schaden oder die Reifen schmoren durch.
Dauereinsätze der Nürnberger Feuerwehr wie am vergangenen Wochenende kommen nur zwei- bis viermal im Jahr vor. Dann sind die Helfer an bis zu 100 Stellen unterwegs. In der Nacht zum Sonntag mussten sie zwar 153-mal ausrücken — doch kein Mensch kam zu Schaden, kein Blitz traf.
Tief „Lisa“ mit seinen orkanartigen Böen hinterließ dafür umso mehr abgebrochene Äste und Bäume auf Fahrbahnen und Gehwegen. Auch Fassadenteile, Dachziegel und Zäune, die sich gelöst hatten, mussten von der Feuerwehr gesichert oder beseitigt werden.
Bleibt der gesunde Menschenverstand: Bei starkem Regen und Sturm also Schutz suchen, um nicht von umherfliegenden Gegenständen oder Ästen getroffen zu werden. Blumentöpfe, Sonnenschirme, Pavillons und anderes Mobiliar, das sich bei Unwetter losreißen könnte, sollte auf Terrassen und Balkonen rechtzeitig weggeräumt werden.
