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Erste Kratzer in der Scheibe der Lagune

Unbekannte beschädigen weiches Acryl — Tiergarten verzichtet auf Sicherheitsabstand - 04.08. 04:30 Uhr

Nürnberg  - Erste Schäden an der riesigen Unterwasser-Scheibe der Delfinlagune: Unbekannte haben das glatte Acryl auf einer Fläche von etwa 30 mal 30 Zentimetern verkratzt.

Die Delfinlagune, das Manatihaus und der „Blaue Salon“ sind erst seit dem Wochenende für die Öffentlichkeit zugänglich — und schon gibt es ärgerliche Beschädigungen. Ob es sich um eine gezielte Absicht handelt oder ob die Einritzungen von einem kleinen Kind stammen — dazu kann die Tiergarten-Leitung nichts sagen.

Besucher des „Blauen Salons“ können direkt an der großen Acrylglas-Scheibe
stehen und die Seelöwen aus nächster Nähe beobachten. Bald sollen auch die Delfine hier zu sehen sein, wenn die Tümmler alle Becken bewohnen.
Besucher des „Blauen Salons“ können direkt an der großen Acrylglas-Scheibe stehen und die Seelöwen aus nächster Nähe beobachten. Bald sollen auch die Delfine hier zu sehen sein, wenn die Tümmler alle Becken bewohnen.
Foto: Daut
Besucher des „Blauen Salons“ können direkt an der großen Acrylglas-Scheibe
stehen und die Seelöwen aus nächster Nähe beobachten. Bald sollen auch die Delfine hier zu sehen sein, wenn die Tümmler alle Becken bewohnen.
Besucher des „Blauen Salons“ können direkt an der großen Acrylglas-Scheibe stehen und die Seelöwen aus nächster Nähe beobachten. Bald sollen auch die Delfine hier zu sehen sein, wenn die Tümmler alle Becken bewohnen.
Foto: Daut


„Wir lassen die verkratzte Stelle auspolieren. Denn wenn der erste Schaden da ist, kommen erfahrungsgemäß gleich weitere dazu“, sagt der stellvertretende Tiergarten-Direktor Helmut Mägdefrau. Technisch dürfte die Ausbesserung kein Problem darstellen: Schließlich ist die fast 13 Meter lange und 4,30 Meter hohe Scheibe insgesamt 27,5 Zentimeter dick. Handwerker könnten sicherlich ein wenig Material abnehmen, um die ursprüngliche Optik wieder herzustellen — ohne dass die Bruchsicherheit des 18 Tonnen schweren Acrylglases gefährdet ist, so der Tiergarten.



An eine Absperrung vor der Scheibe, um Besucher auf Abstand zu halten und Nachahmungstäter abzuschrecken, ist nicht gedacht. Man möchte die Allgemeinheit nicht für das unsinnige Handeln eines Einzelnen bestrafen, meint Mägdefrau. Schließlich soll das Erlebnis, unmittelbar vor der Scheibe Auge in Auge mit den Seelöwen zu stehen, erhalten bleiben. Stattdessen soll eventuell mehr Personal derartige Vorkommnisse verhindern.

Die gebogene Panoramascheibe ist eine Spezialanfertigung aus Japan. Sie ermöglicht den Besuchern des „Blauen Salons“, Seelöwen und Delfine unter Wasser ganz aus der Nähe zu studieren. Gleiches gilt für die Manatis, die man auf der anderen Seite durch eine kleinere Scheibe betrachten kann. 



HARTMUT VOIGT - Lokales Nürnberg

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