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„Wir sehen uns um und wollen das für uns Interessante alles herauspicken“, sagte der sportliche Vorstand des 1. FC Nürnberg, Martin Bader, am Rande des Richtfests für das Funktionsgebäude am Valznerweiher. Handlungsbedarf sei gegeben, „weil selbst in Augsburg mehr Logenplätze zur Verfügung stehen als in Nürnberg“.
Mit solchen Plätzen, die in der Regel für ganze Spielzeiten an zahlungskräftige Firmenkunden vermietet werden, lässt sich viel Geld verdienen. Geld, das dem Club derzeit fehlt. Bader betonte, dass es dem Verein nicht darum gehe, Druck auf die Stadt Nürnberg auszuüben.
Denn „es ist uns sehr bewusst, dass die Kommune kein Geld übrig hat“. Dennoch müsse die Frage gestellt werden dürfen, ob es dauerhaft sinnvoll sei, in den Erhalt eines vergleichsweise alten Stadions Geld hineinzustecken. Stattdessen könne ein Neubau auch unter wirtschaftlichen Aspekten die bessere Lösung sein.
2015/16 sieht Bader als den richtigen Zeitpunkt für diese wegweisende Entscheidung an, weil dann der Vertrag mit der jetzigen Stadion-Betreibergesellschaft ausläuft. „Bis dahin sprechen wir auch mit Investoren“, so der Manager. Ohne fremdes Geld wäre es unmöglich, ein solches Projekt zu stemmen. Die wichtigste Voraussetzung für den Neubau eines modernen Fußballstadions nennt Bader ohne Umschweife: „Wir müssen dauerhaft in der ersten Bundesliga spielen.“

Mi. 23.05.12
Di. 22.05.12
Di. 22.05.12
Mo. 21.05.12