|
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos! |
![]() |
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!
|
Grund für den zweiten Anlauf ist allerdings nicht, dass die Türken ein fröhliches Völkchen sind, dass im Zweifel lieber ein Mal zu viel als zu wenig feiert. Auch der große Erfolg der ersten Veranstaltung im Juni, die mit ihrer Mischung aus anatolischem Jahrmarkt und fränkischer Kärwa gut ankam und mehrere Tausend deutsche und türkische Besucher anlockte, spielte bei dem Entschluss für das kommende Fest keine Rolle. Denn die Organisatoren des ersten deutsch-türkischen Sommerfests im Juni sind gar nicht mit von der Partie, wenn am Wochenende an der Bayernstraße drei Tage lang gefeiert wird.
Statt der „Türkischen Gemeinde in der Metropolregion Nürnberg“ (TGMN) lädt diesmal der Türkische Elternverein Nordbayern ein. Unterstützung findet er bei dem Vorhaben von mehr als einem Dutzend anderer Vereine, die aufgrund personeller und inhaltlicher Querelen geschlossen aus der TGMN ausgetreten waren. Unter dem Titel „Gemeinschaft türkischer Vereine in Nürnberg und Umgebung“ haben sie einen eigenen Dachverband gegründet, frei nach dem (türkischen) Motto: „Im Zweifel lieber klein, aber dafür ganz und gar mein.“
Gemeinsam feiern mag man da erst recht nicht mehr. Zudem wähnen sich Elternvereins-Chef Hulusi Koçak und seine Mitstreiter als Urheber der deutsch-türkischen Feste in Nürnberg. „In den vergangenen drei Jahren haben wir das Fest immer organisiert. Das Original gehört also uns“, stichelt Koçak daher in Richtung der Konkurrenz. „Mag sein“, entgegnet Stadtrat Arif Taþdelen, der die TGMN-Veranstaltung maßgeblich organisiert hat, „sie haben es bislang aber immer als ,Türkischen Tag‘ bezeichnet und gefeiert. Ein gemeinsames Sommerfest für Deutsche und Türken war das jedenfalls noch nie.“
Dass es bisher tatsächlich kaum gelungen ist, deutsche Besucher anzulocken, räumt Koçak ein: „Aber wir tun alles, was wir können, um das zu ändern. Auch wir wollen nicht, dass die Türken nur unter sich feiern.“ Das verhindern am Samstag zumindest viele deutsche Politiker. Laut Koçak haben sich nicht nur Bürgermeister Horst Förther, die Bundestagsabgeordneten Dagmar Wöhrl (CSU) und Martin Burkert sowie Angelika Weikert und Helga Schmitt-Bussinger aus dem Landtag (alle SPD) angekündigt: Selbst Ministerpräsident Horst Seehofer wolle vorbeischauen.
Um auch weniger prominente Deutsche anzuziehen, hat er sich einiges einfallen lassen: So ist das Bühnen-Programm abwechslungsreicher als in den Vorjahren und bietet neben türkischem Pop und anatolischer Folklore auch deutsche und indische Volksmusik sowie Hiphop und Rock. Und trotz Bedenken konservativer Vereine werde selbstverständlich auch Bier ausgeschenkt, betont Hulusi Koçak. Hauptattraktion unter den Künstlern und Gruppen, die aufspielen, sind die türkischen Popstars Dogus und Emirkan, die eigens für ihre Auftritte
(Samstag 21Uhr und Sonntag 20 Uhr) vom Bosporus einfliegen. Weitere Höhepunkte sind eine historische Modenschau der Begegnungsstube Medina, bei der authentische orientalische Trachten aus mehreren Ländern und Jahrhunderten zu sehen sind (Sa. 19 Uhr) und eine Vorführung traditionell türkischer Ringkunst (So. 15Uhr).
Neben 20 Ständen, an denen sich diverse Vereine und Gruppen präsentieren, kann man an 14 Ständen türkisch schlemmen und jenseits des obligatorischen Döner auch weniger bekannte Delikatessen der anatolischen Küche kosten. Festbetrieb ist an der Bayernstraße (Parkplatz gegenüber dem Volksfestgelände) am Samstag von 13 bis 23 Uhr und am Sonntag von 13 bis 21Uhr.

Bewerbungen für den NN-Kunstpreis werden ab 1. März 2012 entgegengenommen. Die Teilnahmebedingungen finden Sie
hier.