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Irgendwie fügt sich dann doch alles wieder zusammen. Dort, wo noch im vergangenen Jahr Blumen und Gestecke verkauft wurden, lädt nun „Mr. Hana-Bi“ zum Verzehr. Hana-Bi kommt aus dem Japanischen und bedeutet so viel wie Feuerblume. Passt also bestens. Norbert H. Weidner, der ins verwaiste Blumengeschäft in der Pirckheimerstraße seit einiger Zeit frischen Wind bringt, hat in der hiesigen Gastronomieszene schon lange einen guten Namen. In seinem Restaurant „Hana-Bi“ brachte er den Nürnbergern zunächst am Kohlenhof, später in der Hirschelgasse Sushi näher.
Weidners neuester Streich heißt nun „esskursion“ und will nicht weniger als beinahe alles auf kleinem, aber feinem Raum. Statt Schleierkraut und Bindedraht steht nun eine lange Tafel im Mittelpunkt, gut sichtbar vom Schaufenster aus. Weidner bietet Kochkurse an und lädt zum Essen (auch mittags) ein. Das Angebot klingt verlockend: Ob ein Ausflug in venezianische Bars oder eine kulinarische Reise nach Thailand — Gourmets und solche, die es werden wollen, werden hier garantiert ein Plätzchen finden. Man muss es nur rechtzeitig reservieren, denn mehr als zwölf Menschen passen nicht hinein.
Eigentlich ist jetzt die Zeit, um Tapas unter spanischer Sonne zu genießen. Weil das aber nicht jedem vergönnt ist, lädt das Restaurant im Literaturhaus, alternativ zum „Deutschen Tapas-Abend“ ein. Am Freitag, 24. August, genießen die Gäste ab 18 Uhr in vom Spanier vorgegebenen Mini-Portionen kalte Kartoffelsuppe statt Gazpacho, Pfifferlingstartar statt Champignons in Weißweinsoße, das gute deutsche Fleischküchle statt der spanischen Albóndigas oder Gemüsetarte statt Tortilla. Ein wenig Richtung Süden driftet die Küche beim Kirschtomaten-Brotsalat mit Basilikum und beim Dessert, wenn unter anderem Rotweinbuttereis auf den Tisch kommt. Am „Deutschen Tapas-Abend“ können wegen des größeren Aufwands bei der Zubereitung nur 30 Personen teilnehmen, eine Reservierung unter Tel. (0911) 2342658 ist unbedingt erforderlich. Der Preis beträgt pro Person 18 Euro. thu
Wissen Sie, was ein Gaisburger Marsch ist? Oder Saiten? Wer hier an Musik denkt, hat noch Bildungslücken in Sachen schwäbischer Küche. Nachhilfe erteilt diesbezüglich der „Leuchsgarten“ in der Mathildenstraße im Stadtteil Rennweg. Angela und Michael Reck, die vor eineinhalb Jahren ihren Kindern von Heilbronn nach Franken hinterhergezogen sind, haben sich ihren Traum vom eigenen Lokal erfüllt und servieren nun in ihrem kleinen, liebevoll eingerichteten Ecklokal schwäbische Hausmannskost. Neben dem Gaisburger Marsch — ein Eintopf mit Rindfleisch, Gemüse, Kartoffeln und Spätzle — stehen selbstverständlich Maultaschen (selbst gemacht oder von Metzgereien aus dem Südwesten geliefert), Zwiebelrostbraten und das Nationalgericht Linsen mit Spätzle auf der Karte. Hier begegnet der Gast auch den Saiten wieder, Würstchen, die unseren Wienerle entsprechen.
Manches wird dem Franken freilich ungewohnt vorkommen. Etwa die schwäbische Sitte, zum Schnitzel Soße zu servieren. „Das ist hier nur schwer zu vermitteln“, gibt Michael Reck zu. Anders verhalte es sich beim Wein, der dem Wirt besonders am Herzen liegt. Den hiesigen Biertrinkern möchte er Berührungsängste vor süffigen Tropfen wie Trollinger, Lemberger und Schwarzriesling nehmen. Wer so zum Schwabenliebhaber geworden ist, kann mit Schorle rot-süß seine kulinarische Kenntnis unter Beweis stellen: Rotwein mit Zitronenlimo wird man in Nürnberg anderswo kaum ohne weiteres bekommen.kli
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Fr. 24.05.13
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Fr. 17.05.13
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