Zurzeit wird viel Stahlbeton in die Erde versenkt, damit die 80-Meter-Brücke über der Pegnitz endlich wieder in ihren Urzustand versetzt werden kann. Am Nordufer beim Hallertor wird zurzeit das Fundament gegossen, das den denkmalgeschützten Steg auf dieser Seite stützen wird.
Auf der Mittelinsel im Fluss ist es bereits fertig. Die moderne Installation werde dann wieder völlig unter dem Pflaster verschwinden, heißt es beim Servicebetrieb öffentlicher Raum (Sör), der die Arbeiten ausführt. Demnächst steht das dritte Fundament auf der Südseite beim Kreuzgassenviertel an. Anfang Oktober dann werde ein tragender Hohlkasten eingezogen, der die historische Brücke zum Großteil halten wird.
Während die Betonbauer in der Tiefe schuften, werden die nummerierten und zerlegten Eisenteile des von dem Nürnberger Mechaniker Johann G. Kuppler 1824 konstruierten Bauwerks fachgerecht restauriert. Auch die Stahlseile, an denen die Brücke seit 1931 nur noch zum Schein hing, werden aufgearbeitet. Damals waren bremsende Holzpfeiler eingezogen worden, weil spielende Kinder den Steg beängstigend ins Schwingen gebracht hatten.
Dank einer Spendenaktion des Vereins BauLust, die 40.000 Euro an Privatspenden einbrachte, und einer 250.000-Euro-Spende der Sparkassenstiftung (wir berichteten mehrfach) kann der marode Kettensteg nicht nur wieder funktionsfähig gemacht, sondern weitgehend in seinen Originalzustand versetzt werden. Wenn Anfang November dann die alten Stahlseile installiert sind, wird es laut Sör erste Schwingungstests geben. Das ehrwürdige Denkmal der Technikgeschichte soll schließlich kein Abenteuerspielplatz werden. Begehbar ist der Steg dann vor Weihnachten wieder.

Bewerbungen für den NN-Kunstpreis werden ab 1. März 2012 entgegengenommen. Die Teilnahmebedingungen finden Sie
hier.
