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"Gänsmarathon": Laufen und Abnehmen für einen guten Zweck

„Gänsebratenvernichtungsmarathon“ lockte zur 30. Auflage Hobbyläufer und Extremsportler auf die Wöhrder Wiese - 27.12. 16:22 Uhr

NÜRNBERG  - Der „Gänsmarathon“ auf der Wöhrder Wiese hat sich vom Geheimtip in der Nürnberger Laufszene längst zum anspruchsvollen Trainingslauf etabliert. Inzwischen ging der Lauf in die 30. Auflage – und das für einen guten Zweck: 400 Euro konnten Lauftrainer Roland Blumensaat und seine Ehefrau Susanne an die Weihnachtsaktion „Freude für alle“ der Nürnberger Nachrichten übergeben.

Runde um Runde um die Wöhrder Wiese: Insgesamt absolvierten die 52 Hobby- und Extremläufer 1183,4 Kilometer bei ihrem geselligen Lauf um die Wöhrder Wiese.
Runde um Runde um die Wöhrder Wiese: Insgesamt absolvierten die 52 Hobby- und Extremläufer 1183,4 Kilometer bei ihrem geselligen Lauf um die Wöhrder Wiese.
Foto: Peter Ehler

Der Lauftreff am zweiten Weihnachtsfeiertag ist bei vielen Hobbysportlern inzwischen fest angestrichen im Laufkalender, sind doch einige Teilnehmer seit Jahren immer mit am Start. Schließlich ist der Trainings-Marathon ein geselliger Trainingslauf und dient inzwischen vielen Sportlern auch als Vorbereitung für den nächsten Winter-Wettkampf. Organisator Roland Blumensaat erinnert sich daher gern an die Anfangsjahre: „Wir hatten lange Zeit nur wenige Teilnehmer, aber fast alle liefen den Marathon. Zudem fand der Lauf anfangs bis zu sechs mal im Jahr statt.“ Irgendwann hat sich dann der zweite Weihnachtsfeiertag etabliert und der "Gänsebratenvernichtungsmarathon" war geboren.

Nürnberg statt New York



Dabei ist die erste Auflage unter kuriosen Vorzeichen entstanden. Vor zehn Jahren absolvierten lediglich fünf Läufer ihre Runden auf der Wöhrder Wiese. Damals noch am Neujahrstag. Immerhin liefen alle Teilnehmer tapfer ihre 28 Schleifen auf dem 1,5 Kilometer langen Kurs, so dass am Ende alle die 42,195 Kilometer lange Marathondistanz in den Beinen hatten. Und das obwohl der Startschuss am frühen Vormittag „gefallen“ war. Hamid Ahmadi war einer von ihnen, der hier seinen ersten Marathon absolvierte und das unter kuriosen Voraussetzungen. Ursprünglich hatte der Iraner wenige Wochen vorher den New York Marathon in Angriff nehmen wollen und die Zusage für das Startticket schon in der Tasche - allerdings wurde ihm das nötige Visa und damit der Start in den USA verweigert.

Roland Blumensaat (rechts) freut sich über das Spendenergebnis. 400 Euro Erlös des „Gänsebratenvernichtungsmarathon“ gegen an die NN-Aktion „Freude für alle“.
Roland Blumensaat (rechts) freut sich über das Spendenergebnis. 400 Euro Erlös des „Gänsebratenvernichtungsmarathon“ gegen an die NN-Aktion „Freude für alle“.
Foto: Peter Ehler



Hamid Ahmadi hatte auch diesmal gemeldet und konnte bei der Jubiläumsauflage mit den Lauffreunden jede Menge Erfahrungen austauschen, schließlich liefen von ambitionierten Hobbyläufern, die nach den Festtagen lediglich einige Runden um die Wiese joggen wollten, bis zu erfahrenen Ultraläufern auch bekannte Extremsportler ihre Runden. Robert Wimmer, ebenfalls Läufer „der ersten Stunde“, war auch wieder mit im Feld. Der Fürther Optikermeister hält bekanntlich den Weltrekord im 12 Stunden-Lauf in der Halle. Den Titel hatte sich der Ultraläufer heuer mit der Unterstützung vieler Freunde auf der Laufbahn des LAC Fürth geholt.

777 Runden

Zur 30. Veranstaltung zählte Roland Blumensaat am Ende 52 Sportler, davon 25 Frauen. „Es waren alle da, die auf der Meldeliste standen, was wirklich selten vorkommt.“ Das Wetter war ideal, die Luft trocken und die Wege dank des ausbleibenden Winters diesmal „schnee und eisfrei“ Drei Läufer liefen den ganzen Marathon, die meisten Starter absolvierten mindestens die Halbdistanz über 21,1 Kilometer. Insgesamt kamen so 777 Runden zusammen, also 1183,4 Kilometer. In der Spendenbox waren am Ende 399 Euro, die aufgerundet auf 400 Euro an "Freude für alle" gehen. Roland Blumensaat: „Das ist ein prima Ergebnis und ich freue mich auf nächstes Jahr, wo wir hoffentlich wieder so einen tollen und erfolgreichen "Lebkoung-Lauf" haben werden.“

Am Dreikönigstag, Freitag 6. Januar 2012, lädt Roland Blumensaat zu seinem 15. Stundenlauf am Wöhrder See ein. Start ist um 9.30 Uhr. Treffpunkt kurz vorher an der Thusneldaschule in der Ostendstraße 163.  Neue Kurse mit Blumensaat, der 1994 als erster Lauftherapeut Frankens zertifiziert worden ist,  beginnen am Mittwoch, 11. Januar 2012, für Laufanfänger mit einem Einführungsvortrag. Weitere Laufkurse am Wöhrder See starten am 16. und 17. Januar. Zur Vorbereitung auf einen Halbmarathon gibt es einen Laufkurs am Tiergarten. Anmeldungen und Infos bei Roland Blumensaat, Telefon (0911) 546 629 oder unter www.schritt-weise.de
                           



PETER EHLER



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