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In der „Historischen Bratwurstküche Zum gulden Stern“ in der Zirkelschmiedsgasse gibt es ohnehin viele alte Stücke zu bewundern, beispielsweise Kupferschöpfer oder Schankhähne. Nun machte der Wirt, Martin Hilleprandt, in den Vitrinen im Eingangsbereich eigens Platz, um dort die meisten der rund 40 Zinnobjekte auszustellen, die er jüngst ersteigerte.
Unter den Hammer gekommen war die historische Kupfer- und Zinnsammlung, die lange im Traditionslokal der Gastronomen-Familie Brinke, in den „Trödelstuben“, zu sehen gewesen war (wir berichteten). Nun ist diese Sammlung in alle Welt verstreut — keine zehn Prozent der über 570 Stücke seien in Nürnberg verblieben, sagt Auktionator Peter Bamberger. Manches ging nach Sachsen in ein Kupfermuseum, nach Radebeul in ein Privatmuseum, ja sogar nach New York.
Hilleprandt aber, dem unverständlich ist, dass sich die Stadt Nürnberg nicht um die historisch wertvollen Objekte bemühte, „rettete“ einen Teil der Zinnsammlung, darunter eine Wärmflasche, zwei Wurstbrätspritzen oder auch zwei der seltenen Bratwurstdosen, die es nur in Nürnberg gegeben haben soll.

