Binnen drei Wochen Bauzeit wurden in den drei Bahnhöfen auf Gleis 2 die Gleise demontiert, die alten Betonlängsbalken abgebrochen, die oberste Schicht der Bodenplatte abgetragen, eine neue durchgehende Platte betoniert und auf dieser die Bahnsteiggleise neu verlegt. Und so konnte am vergangenen Wochenende, 21. und 22. August, die Baustelle planmäßig auf das gegenüberliegende Gleis 1 verlegt werden. Für die Arbeiten an diesem Gleis sind ebenfalls drei Wochen angesetzt. Sie dauern also voraussichtlich bis Montag, 13. September.
Grundsätzlich ändert sich der Verkehr auf der Linie U1 durch den Umzug der Baustelle nicht. Die U1 bleibt weiterhin dreigeteilt. Die einzige Änderung, auf die sich die Fahrgäste einstellen müssen: Der Pendelzug zwischen Hauptbahnhof und Hasenbuck fährt nun auf dem anderen Gleis. Die Züge auf der U1 verkehren weiterhin zwischen Fürth Hardhöhe und Nürnberg Hauptbahnhof montags bis samstags tagsüber alle sechs Minuten, abends und sonntags alle zwölf Minuten.
Zwischen den Stationen Hauptbahnhof und Hasenbuck pendelt ein U-Bahn-Zug, ohne aber an den Bahnhöfen Aufseßplatz und Maffeiplatz anzuhalten. Dieser Pendelzug fährt alle zwölf Minuten. Weiter geht es dann mit der anschließenden U-Bahn, die die U-Bahnhöfe Hasenbuck und Langwasser Süd verbindet. Auch diese Züge fahren alle zwölf Minuten. Die U-Bahnhöfe Aufseßplatz und Maffeiplatz bleiben weiterhin geschlossen. Der Bahnhof Frankenstraße dagegen bleibt auch während des zweiten Bauabschnitts geöffnet - nun allerdings auf Gleis 2, wo die Fahrgäste bereits das Ergebnis der Gleisbetterneuerung sehen können.
Als Ersatz für die U-Bahn-Verbindung zum Aufseßplatz und zum Maffeiplatz fährt eine Sonderbuslinie zwischen Hasenbuck und Hauptbahnhof. Durch den Endhalt Hasenbuck wird vermieden, dass Fahrgäste, die von Langwasser kommen, zweimal umsteigen müssen. Der Sonderbus fährt zu den Betriebszeiten der U1 ebenfalls im Zwölf-Minuten-Takt. Im 20-Minuten-Takt der Buslinien 51/651 und 67 fährt die Linie S alle sechs Minuten. Zusätzlich werden die Buslinien 51/651 (Kornburg bzw. Allersberg - Frankenstraße) und 67 (Fürth Hauptbahnhof - Frankenstraße), die normalerweise an der Frankenstraße enden, bis zum Hauptbahnhof verlängert.
Nötig geworden war die Sanierung der Gleisbetten wegen massiver Korrossionsschäden an den Betonlängsbalken, auf denen die Gleise bisher lagen. Hauptsächlich am ersten Betonlängsbalken vor der Bahnsteigkante kam es häufiger vor, dass Wasser stehen blieb. Dies hatte zur Folge, dass immer wieder Beton abplatzte und der Bewehrungsstahl rostete. Derartige Schäden wurden schon in der Vergangenheit immer wieder repariert. Bei zusätzlichen Untersuchungen der Rest-Druckfestigkeit hatte sich nun jedoch gezeigt, dass die Betonlängsbalken aus statischen und sicherheitstechnischen Gründen komplett erneuert werden müssen.
Die VAG hat sich entschieden, keine neuen Betonlängsbalken sondern stattdessen eine durchgehende Betonplatte einzusetzen. Insgesamt werden in den drei Bahnhöfen rund 770 Meter feste Fahrbahn erneuert. Dadurch wird die frühere Angriffsstelle für das Rosten der Bewehrung beseitigt: Bei einer durchgehenden Platte gibt es keine Arbeitsfuge zwischen der Bodenplatte und einem aufgesetzten Längsbalken mehr. Somit kann dort kein Wasser mehr eindringen und schließlich Korrosion verursachen.
Während der Bauzeit kommt es durch Lärm und Staub auch im Oberflächenbereich zu Beeinträchtigungen für Anwohner. Die VAG hat vorab alle betroffenen Anwohner gezielt informiert. Eine Broschüre, die über die Bauarbeiten informiert und aktualisierte Fahrpläne enthält, liegt in den Fahrzeugen und im KundenCenter der VAG am Nürnberger Hauptbahnhof aus.
Informationen rund um die Uhr gibt es auch im Internet unter www.vag.de und am Servicetelefon der VAG, Rufnummer (0911) 2834646.

Bewerbungen für den NN-Kunstpreis werden ab 1. März 2012 entgegengenommen. Die Teilnahmebedingungen finden Sie
hier.
