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Hebammen vor dem Aus

Frauenbeauftragte Ida Hiller unterstützt die Petition - 18.05.10

NÜRNBERG  - Nürnbergs Frauenbeauftragte Ida Hiller unterstützt die Forderung der Hebammen nach einer gerechteren Verteilung des Versicherungsrisikos und einer angemessenen Vergütung. Sie fordert auf, die Petition der Hebammen an die Bundesregierung zu unterzeichnen.


Hebammen wehren sich zunehmend gegen eine ungerechte Vergütung.
Hebammen wehren sich zunehmend gegen eine ungerechte Vergütung.
Foto: dpa

»Wir dürfen nicht zulassen, dass eine seit 20 Jahren angesehene und bewährte Einrichtung wie das Schnieglinger Hebammenhaus, in dem Jahr für Jahr 80 Kinder ohne Stress in die Welt geholt werden, schließen muss«, erklärt Ida Hiller. Viele Nürnberger Hebammen stünden durch die enormen Berufshaftpflichtversicherungsbeiträge vor dem Aus. »Die explodierenden Kosten an die Schwangeren weiterzugeben, würde eine Zwei-Klassen-Geburt begründen«, sagt Ida Hiller.

»Existenzbedrohend«

Die Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros, deren Sprecherin Hiller ist, hat auf ihrer Konferenz Anfang Mai einen Antrag an die Bundesregierung beschlossen, in dem gegen die unzumutbare Erhöhung der Haftpflicht protestiert wird. Schadenersatz- und Schmerzensgeldforderungen an die Versicherungen würden auf die Hebammen abgewälzt, die jährlich rund 3700 Euro zahlen müssten.

»Bei einem durchschnittlichen Jahresumsatz von rund 23.000 Euro und einem zu versteuernden Einkommen von etwa 14.000 Euro wird das für die bundesweit etwa 4500 freischaffenden Hebammen existenzbedrohend«, erklärt Hiller. »Damit ist keine flächendeckende Versorgung mit Geburtshilfe mehr möglich. Für Frauen entfällt die Wahlfreiheit, die angesichts zunehmender Kaiserschnitt-Geburten in Kliniken durchaus Bedeutung hat.« 





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