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„Helfer sind hervorragende Botschafter“

Blick über den Tellerrand: Stadt Nürnberg zeichnet Ehrenamtliche aus, die sich im Ausland engagieren - 06.12. 20:00 Uhr

Nürnberg  - Die Stadt Nürnberg hat den Internationalen Tag des Ehrenamts in diesem Jahr Menschen gewidmet, die sich im Ausland engagieren.

Günter Gloser (v. li.) mit Ursula Kölbel, Lorand Szüszner, Sigrid Mayer-Gruber und Reiner Prölß.
Günter Gloser (v. li.) mit Ursula Kölbel, Lorand Szüszner, Sigrid Mayer-Gruber und Reiner Prölß.
Foto: Roland Fengler
Günter Gloser (v. li.) mit Ursula Kölbel, Lorand Szüszner, Sigrid Mayer-Gruber und Reiner Prölß.
Günter Gloser (v. li.) mit Ursula Kölbel, Lorand Szüszner, Sigrid Mayer-Gruber und Reiner Prölß.
Foto: Roland Fengler

Der Historische Rathaussaal ist nahezu bis auf den letzten Platz gefüllt. Zur Eröffnung bedankt sich Reiner Prölß, Sozialreferent der Stadt, bei den vielen, die gekommen sind, für ihre Arbeit — „wohlwissend, dass es sich lediglich um einen kleinen Teil der Engagierten handelt“. Allein in Nürnberg sind 90000 Ehrenamtliche aktiv. Anlässlich des Internationalen Tags des Ehrenamts lädt die Stadt jedes Jahr am 5.Dezember eine engagierte Personengruppe zu einer Dankesveranstaltung ein. In der Vergangenheit wurde beispielsweise Akteuren rund um das Thema Familie, Betreuern von Seniorentreffs, Ehrenamtlichen, die sich für Menschen mit Behinderung starkmachen und zuletzt engagierter Jugendlicher und junger Erwachsener gedacht.



Im Anschluss betonte SPD-Bundestagsabgeordneter Günter Gloser in seiner Festrede zum internationalen Engagement: „Ehrenamtliche Helfer sind hervorragende Botschafter Deutschlands im Ausland. Ein notwendiges Kollektiv gegenüber neonazistischen Verbrechen, die derzeit für Schlagzeilen sorgen.“ 

Leid der "vergessenen Mitbewohner"

Im Rahmen der Veranstaltung erhielten drei Menschen für ihr internationales Engagement den EhrenWert-Preis des Monats Dezember: Sigrid Mayr-Gruber aus Gunzenhausen wurde für ihre auf Eigeninitiative gegründete Arbeit zur Unterstützung geduldeter Asylbewerber ausgezeichnet. Die 68-Jährige kümmert sich vor allem um die sogenannten Härtefälle und konnte bereits vielen zum Bleiberecht verhelfen. Zudem hält sie Vorträge über ihre Arbeit, um auf die Not und das Leid der „vergessenen Mitbewohner“ aufmerksam zu machen.

Der zweite Preisträger, Lorand Szüszner, wurde für seine ehrenamtliche Arbeit für die Johanniter-Unfallhilfe, Regionalverband Mittelfranken, als Sachgebietsleiter Auslandshilfe geehrt. Der 60-Jährige aus Lauf hat verschiedene Projekte im Ausland organisiert und durchgeführt, wie etwa Zahnarzteinsätze in rumänischen Behinderteneinrichtungen.

Die Nürnbergerin Ursula Kölbel hat die Auszeichnung für ihre Aktivitäten im Verein Lubefu, der nach dem gleichnamigen Territorium in der Demokratischen Republik Kongo benannt ist, verliehen bekommen. Die 45-Jährige engagiert sich vor Ort, um die Lebenssituation der Menschen dort zu verbessern, und realisierte mehrere Projekte — beispielsweise die Anlage von Fischteichen oder die Renovierung der Entbindungsklinik.

Die drei Preisträger stehen für die Arbeit vieler. Oder wie Gloser in seiner Rede betonte: „Einzelne können, wie wir sehen, durchaus etwas bewegen, und viele Einzelne sind eine Menge.“ 



CLAUDIA BEYER - Lokales Nürnberg

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