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„Es gibt Licht am Ende des Tunnels“, verrät Martin Burkert am Samstag im Anschluss an eine Landesvorstandssitzung der SPD in Nürnberg, an deren Rande auch die Zukunft des Kaufhof-Komplexes thematisiert wurde. Konkreter wurde der SPD-Bundestagsabgeordnete, der in der Südstadt wohnt, aber nicht. Mit offiziellen Verlautbarungen sei vorerst auch nicht zu rechnen, meint Robert Kästner von der Steinbühler SPD. Seines Wissens nach geht man im Rathaus davon aus, frühestens im September erste Ergebnisse veröffentlichen zu können.
Insofern bleibt den Bürgern, die am Aufseßplatz an den Infoständen von SPD und CSU mit Politikern diskutieren, auch nur die Spekulation, wer die „Interessenten“ sein könnten, von denen Wirtschaftsreferent Roland Fleck (CSU) kürzlich gesprochen hatte (wir berichteten).
Fritz Endreß vom Verein „Südstadt Aktiv“ indes meint am Samstag gegenüber unserer Zeitung: „Es gibt Signale, dass Edeka bleibt.“ Mehr noch: Der Lebensmittelhändler denke über eine Vergrößerung nach, ja sogar über die Möglichkeit, den Komplex zu kaufen und zu entwickeln.
Das wäre eine Lösung, die vielen zupasskäme. Nicht nur die Bürgerversammlung, die die SPD kürzlich organisierte, ergab, dass der Wunsch groß ist, Edeka möge bleiben. Auch in vielen der 400 Fragebögen, die bislang von Südstadt Aktiv und der CSU-Lichtenhof gesammelt wurden, brachten Südstädter das zum Ausdruck.
Eine 60-jährige Südstädterin, die nicht namentlich genannt werden will, meinte: „Der Lebensmittelmarkt soll bleiben. Und eigentlich hätte ich gern wieder was in der Art wie den Kaufhof. Oder kleinere Geschäfte, Boutiquen vielleicht — alles außer diese Gruschläden, die wir in der Südstadt zuhauf haben.“
Tatsächlich wurde zuletzt oft über einen „Nutzungsmix“ diskutiert — ein Einkaufszentrum mit einem Mix aus Handel, Dienstleistung und Gastronomie. Auch Markus Söder, bayerischer Umweltminister, meint: „Es wird eine Mehrfachnutzung geben.“
Denn Kaufhäuser im Stil des bisherigen Kaufhofs würden „nicht mehr laufen“. Daher müsse zudem ins Gebäude investiert werden, sagte Söder, was auch den Abriss nicht ausschließe. Michael Frieser sieht ebenfalls die „kleinteilige“ Nutzung des Kaufhof-Komplexes als „entscheidend“ an. Der CSU-Bundestagsabgeordnete betont zudem: Bei den Planungen müsse berücksichtigt werden, welche Händler und Geschäfte es im Umfeld des Aufseßplatzes schon gebe. Gerade „die kleine Einzelhandelsstruktur ist der Vorteil der Südstadt“, stimmt Kollegin Dagmar Wöhrl zu.
Wöhrl, Söder, Frieser — am CSU-Stand hatten die Bürger prominente Diskussionspartner. Auch 50 Meter entfernt, bei der SPD, kamen die Passanten mit Bundestagsabgeordneten ins Gespräch: Günter Gloser und Martin Burkert. Am SPD-Stand jedoch war der Auflauf weit geringer.
Was auch an einem Umstand lag, der den Sozialdemokraten gar nicht schmeckte: Die Christsozialen haben Südstadt Aktiv als „Partner“ gewonnen, so dass die CSU nun mit den Südstadtfirmen arbeitet und mit ihnen gemeinsam die Fragebogenaktion zum Aufseßplatz durchführt. Nachgefragt, gibt sich Südstadt Aktiv pragmatisch: Die CSU habe angeboten, Infostände, Fragebogen und alles Organisatorische zu übernehmen. „Wäre die SPD mit so einem Angebot auf uns zugekommen, hätten wir auch zugesagt“. meint Endreß.

Bewerbungen für den NN-Kunstpreis werden ab 1. März 2012 entgegengenommen. Die Teilnahmebedingungen finden Sie
hier.