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Am Donnerstag war der drei Monate alter Gepard über den Zaun geklettert und entkommen. Am Freitag gegen 19 Uhr fand eine Besucherin das ausgebüxte Tier nahe am Gehege der Kropfgazellen und gab Mitarbeitern Bescheid. 18 Pfleger fingen das verschreckte Junge mit Netzen ein, seit dem wird es beobachtet.
„Dem Tier geht es gut“, berichtet Zoodirektor Dag Encke. Dennoch: Auf seiner Flucht hat es sich eine Pfote verstaucht, es humpelt. Zusammen mit seinem Bruder, der sich zuvor im Gehege ein Bein brach, liegt die Raubkatze getrennt von den drei weiteren Geschwistern in einem Stall.
Die Mutter pendelt zwischen den beiden Gruppen und versorgt sie mit Milch. Encke rechnet damit, dass der Ausbrecher in sechs Wochen wieder zu seinen drei Geschwistern kann. Das Junge mit dem Gipsbein aber erst später.
Die Tierrechtsorganisationen Peta und Endzoo üben Kritik an der Sicherheit im Zoo. Die Flucht sei ein Beweis, dass das Gehege nach dem ersten Ausbruch im Januar noch nicht ausreichend gesichert ist. Beide werfen dem Tiergarten „Fahrlässigkeit“ vor und fordern von der Stadt, den Vorfall gründlich zu untersuchen. Die Kritiker sehen ein Gefahrenpotenzial für Besucher.

