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„Karpfenessen mit Freunden, das ist etwas Besonderes“

Ob blau, gebacken oder mit Kartoffelsalat — der Süßwasserfisch ist bei den Nürnbergern nach wie vor beliebt - 29.08.2012 10:00 Uhr

Nürnberg  - Der September läutet die Karpfen-Saison ein. In allen Monaten mit „r“ kann man den beliebten Speisefisch genießen. Franken ist mit dem Aischgrund eine Hochburg der Karpfenzucht. Dort greifen die Menschen gerne zur traditionellen, gebackenen Variante. Wie haben die Nürnberger ihren Karpfen am liebsten?

Heinz Fenzel
Heinz Fenzel
Foto: Sophie Sonnenberger
Heinz Fenzel
Heinz Fenzel
Foto: Sophie Sonnenberger

Heinz Fenzel (76): „Jeder hat beim Karpfen seine Vorlieben. Ich esse ihn besonders gern blau — also in Salzwasser gegart. So kommt der typische Fischgeschmack am besten heraus. Die Panade überdeckt ihn sonst, obwohl die knusprigen Flossen natürlich sehr lecker sind. Meine persönliche Karpfenzeit beginnt gleich im September, dann fahre ich oft nach Ipsheim im Aischtal. Meine Frau macht selber auch guten blauen Karpfen — meistens als Filet ohne Gräten. Als ich etwa 20 Jahre alt war, war es für mich und meine Freunde ein richtiges Ereignis, in der Stadt Schlange zu stehen und schließlich einen Karpfen mit nach Hause zu nehmen.“

 
 
 
 

Karl Reiter
Karl Reiter
Karl Reiter
Karl Reiter

Karl Reiter (63): „Ich greife gerne beim Karpfen zu, wenn die Monate mit ,r’ kommen. Ich habe ihn gerne gebacken, mit Kartoffelsalat. Kleine Portionen reichen mir meist aus. Ich habe in Franken schon viel Karpfen probiert und mich über den Zustand der Teiche informiert. Mich und meine Frau zieht es zum Karpfenessen meist nach Poppenreuth bei Schwabach ins Gasthaus ,Zum grünen Tal’ hinaus. Oft kommen auch Freunde mit, das ist dann immer ein kleines Event.“


Bernhard Schels
Bernhard Schels
Bernhard Schels
Bernhard Schels

Fischhändler Bernhard Schels (51): „Süßwasserfische sind nicht meins, deswegen habe ich auch für den Karpfen nicht viel übrig. Er hat so einen leichten Modder-Geschmack, weil er im Schlamm lebt. Seelachs ist mein Lieblingsfisch, daraus kann man alles machen. In meinem Fischgeschäft sind wir ohnehin nie groß in Berührung mit Karpfen gekommen. Unsere Kunden verlangen eher nach Seefisch. Wenn man aber gebackenen Karpfen macht, dann muss er frisch sein und in frischem Fett frittiert werden. Wenn er sich rollt, ist das ein gutes Zeichen — dann ist er frisch.“

Nikolaus Makris
Nikolaus Makris
Nikolaus Makris
Nikolaus Makris

Nikolaus Makris (72): „Ich bin Fisch-Fan. Neben Lachs, Dorade und Sardinen gibt es bei mir jeden Monat einmal Karpfen. Am liebsten habe ich ihn gebacken, mit Kartoffelsalat als Beilage. Den besten Karpfen gibt es meiner Ansicht nach in Poppenreuth. Zu Hause mache ich mir eher selten Karpfen — wenn, dann blauen.“

Thomas Degel
Thomas Degel
Thomas Degel
Thomas Degel

Thomas Degel (53): „Als kleines Kind wurde ich vor die Wahl zwischen dem Klassiker Fischstäbchen und Karpfen gestellt. Seitdem greife ich beim Karpfen zu, wenn sich die Gelegenheit ergibt. Ich mag ihn ganz traditionell, gebacken und mit Kartoffeln. Ich probiere aber auch gerne verschiedene Karpfen-Varianten und schätze besonders den Fisch bei der Familie Oberle in Erlangen-Kosbach.“  

Umfrage: BENJAMIN JUNGERT


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