6°C
Donnerstag, 23.05. - 07:09 Uhr
Login
Info
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos!
Passwort vergessen
Info
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!

E-Mail-Adresse
Druckversion

"Könige der Clowns" sorgten für Lachtränen

Kunst ohne Worte in der Nürnberger Meistersingerhalle - 18.05.2012 19:23 Uhr

Nürnberg  - Lachen ist gesund. Es wird in Seminaren geübt, zieht Menschen in die Kinos und vor die Fernseher. Lachen soll von Franken angeblich in erster Linie im Keller praktiziert werden. Und fast scheint es, als wäre daran doch mehr Wahres als gewollt.

"Die Könige der Clowns" in der MSH (weiteres nicht bekannt).  Foto: Hagen Gerullis 20120518
"Die Könige der Clowns" in der MSH (weiteres nicht bekannt). Foto: Hagen Gerullis 20120518
Foto: Hagen Gerullis
"Die Könige der Clowns" in der MSH (weiteres nicht bekannt).  Foto: Hagen Gerullis 20120518
"Die Könige der Clowns" in der MSH (weiteres nicht bekannt). Foto: Hagen Gerullis 20120518
Foto: Hagen Gerullis

Denn als am Donnerstagabend in der Meistersingerhalle Nürnberg die „Könige der Clowns“ auf die Bühne traten, zeigten die durchweg ausgezeichneten und weit in der Welt herum gekommenen Meister ihres Faches ihre Kunst vor einem recht überschaubaren Publikum.

Immerhin füllte die Fangemeinde einige hundert Plätze. Wer hier war, der war gekommen um sich zu unterhalten, die ausgefeilte mimische und gestische Kunst des wortlosen Vielsagens zu genießen — und darüber zu lachen. Entsprechend gut war die Stimmung. Die Akteure hatten es leicht, ihre Zuschauer zum Klatschen und Rufen zu animieren. Und immer jemanden zu finden, der sich auf der Bühne willig ins Programm einbinden ließ – und das dann meistens auch erstaunlich gekonnt schaffte.

Suche nach der Sonne


Bilderstrecke zum Thema
Lachen tut gut - und man ist nie zu alt dafür. Weder als Zuschauer, noch als Clown. Das bewies einmal mehr der über 80-jährige Oleg Popov, der zusammen mit seinen Clowns-Kollegen am Donnerstagabend in der Meistersingerhalle in Nürnberg dem Publikum mit seinen gekonnten Gesten die Lachtränen in die Augen trieb.

Dem über 80-jährige Clown Oleg Popov gelingt es noch immer, allein mit Scheinwerfer, einem Körbchen und großen Augen zu vermitteln, er hole sich die Sonne nach Hause. Dieser russische Clown mit roter Nase unter schwarz-weißem Hut ist noch immer ein Phänomen. Auch wenn er nicht wie so manch anderer über die Bühne hüpft.

Avner Eisenberg ist an seinem für Clownskreise eher untypischem dichten, weißen Bart leicht zu erkennen. Der amerikanische Exzentriker gab Uralt-Tricks zum Besten. Dabei sollte man meinen, über den immer wieder herunter fallenden Hut, die Arme und Beine, die erst ein wenig zu lang und dann wieder zu kurz geraten sind – oder ein nicht enden wollendes Vertilgen von Servietten nicht wirklich noch lachen zu können.

Immer in Augenkontakt

Längst fühlt man sich zu alt oder abgebrüht für so einen Quatsch ohne Hintersinn und Botschaft. Doch es funktioniert. Immer in Augenkontakt und mit dem Publikum kommunizierend bietet der studierte Theaterwissenschaftler und Pantomime Komik der Körpersprache, die Tränen in die Augen treibt. Lachtränen wohlgemerkt, die sich Zuschauer noch beim Hinausgehen aus den Augenwinkeln wischten.




Vor dem Finale hatte David Shiner als einer der Höhepunkte der Show gerade mehr oder weniger erfolgreich versucht, mit Zuschauern einen Filmdreh nachzustellen. Der Bostoner soll schon im Alter von zehn Jahren so von Jerry-Lewis-Filmen begeistert gewesen sein, dass er beschloss Clown zu werden. Gut, dass er das getan hat, auch wenn er nicht unbedingt mit seinen slapstikartigen Bewegungen punktet, sondern durch die mit ganzem Körper ausgedrückten Gefühle wie Fassungslosigkeit, Begeisterung oder Ärger.

In Trenchcoat, Hut und mit abgewetztem Koffer kam Peter Shub als liebenswerte Nervensäge daher. Immer bereit, das Publikum in seine Szenen einzubinden. Der Pantomime und Geräuschimitator Renè Bazinet erzählte Geschichten, ohne Worte zu gebrauchen. Mit seinem weiß geschminkten Gesicht wirkte er stets ein wenig distanziert - und versuchte durch das Vorlesen von Zitaten über Clowns einen roten Faden durchs Programm zu legen. Das gelang dem „Trio Grande“ allerdings besser. Fast durchweg auf der Bühne präsent, untermalten die drei versierten Konzertmusiker die Auftritte und überspielten kleine Umbauten – beziehungsweise das Hin- und Wegbringen von Requisiten. Denn viel brauchen die „Könige der Clowns“ nicht, um das Lachen in den Saal der fränkischen Meistersingerhalle zu bringen. 

Antje Seilkopf - Lokales Nürnberg


Ihr Kommentar

Name:
 
 Bitte beachten Sie unsere Netiquette.
Info
Bestätigungswort

Um Ihren Kommentar abzusenden, geben Sie bitte das Bestätigungswort ein. Nicht lesbar? Erzeugen sie durch Klick darauf einen neuen Text.


Aktueller Zeitungstitel Nürnberger Nachrichten
  • Heiratsschwindlerin im Internet prellte Erlanger um viel Geld
  • Kreuzotter-Alarm im Nürnberger Hafen: Warum Anwohner um ihre Gesundheit fürchten
  • Warum die Tarifflucht von Karstadt für viele Mitarbeiter wie ein Schlag in die Magengrube ist
Nachrichten aus aller Welt

Schlagzeilen


User-Kommentare
Suche wird durchgeführt...
Baustellen in der Region
Karte zum Öffnen anklicken

Stadtanzeiger Aktuell

Im Gespräch
Was denkt ein Zollfahnder über Instinkte? Oder: Was verbindet ein Notarzt mit Langsamkeit?
Jede Woche steht im Lokalteil ein Nürnberger Rede und Antwort zu einem Thema, das man auf Anhieb nicht immer mit ihm verbindet.
Alle Beiträge finden Sie in unserer Rubrik: Im Gespräch.
Suche wird durchgeführt...

Wochenmagazin