9°C
Montag, 20.05. - 00:53 Uhr
Login
Info
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos!
Passwort vergessen
Info
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!

E-Mail-Adresse
Druckversion

Kritiker der Delfinhaltung geschockt

Akten des Delfinariums würden sich "wie der Bericht einer Intensivstation" lesen - 26.07.2012 08:00 Uhr

Nürnberg  - Nach Einsicht in die Akten des Tiergartens ist das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) geschockt: „Die Unterlagen des Nürnberger Delfinariums lesen sich wie der Bericht einer Intensivstation“, so Geschäftsführer Jürgen Ortmüller.

Kritiker erheben Vorwürfe gegen die Delfinhaltung.
Kritiker erheben Vorwürfe gegen die Delfinhaltung.
Foto: Gerullis
Kritiker erheben Vorwürfe gegen die Delfinhaltung.
Kritiker erheben Vorwürfe gegen die Delfinhaltung.
Foto: Gerullis

Er will Kopien an die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth übermitteln, um eine Wiederaufnahme von Ermittlungen zu erreichen. Eine Strafanzeige des WDSF wegen unsachgemäßen Transports der Tümmler hatte die Staatsanwaltschaft damals als „strafrechtlich nicht relevant“ abgewiesen.

Delfin Anke verletzt?

Aus den Akten gehe jedoch hervor, dass sich Delfin Anke beim Transfer von Holland nach Nürnberg stark verletzt habe. Außerdem moniert Ortmüller, dass jeder der noch lebenden Tiergarten-Delfine mit Psychopharmaka behandelt wurde.

Die Arzneimittelliste sei lang und weise über 20 Medikamente auf, darunter auch Antibiotika. Eine Biologin, die im Auftrag des WDSF die Unterlagen gesichtet hatte, spricht von einer „relativ häufigen Verabreichung von Diazepam“, einem verschreibungspflichtigem Wirkstoff gegen Angst und Spannungszustände.

Tiergarten-Direktor: "Schwachsinn"


Tiergarten-Direktor Dag Encke weist die Behauptungen als „Schwachsinn“ und „Fehlinterpretation“ zurück. Die Tiere kämen aktuell vollkommen ohne Arzneimittel aus. In Einzelfällen sei in der Vergangenheit Diazepam in geringer Dosis verabreicht worden, weil es auch appetitanregend sei.

Ausreichend Futter und Flüssigkeit seien etwa für das an einer Nierenschwäche leidende Delfinweibchen Jenny lebensnotwendig. Man müsse die jeweilige Situation berücksichtigen.

Am Donnerstag gibt Meeresbiologe Karsten Brensing von der Wal- und Delfinschutz-Gesellschaft (WDCS) seine Auswertungsergebnisse der Delfinakten bekannt. Danach spricht er um 19Uhr im Bildungszentrum, Gewerbemuseumsplatz1, über Delfine in Freiheit und Gefangenschaft sowie über Probleme der Tümmlerhaltung des Tiergartens. 

hv/dapd - Lokales Nürnberg


Ihr Kommentar

Name:
 
 Bitte beachten Sie unsere Netiquette.
Info
Bestätigungswort

Um Ihren Kommentar abzusenden, geben Sie bitte das Bestätigungswort ein. Nicht lesbar? Erzeugen sie durch Klick darauf einen neuen Text.


Aktueller Zeitungstitel Nürnberger Nachrichten
  • Verdruss ohne Ende: Peter Abspacher erklärt, warum das G8 in Bayern nie ganz akzeptiert wurde
  • Der Einsiedler von Bad Abbach: Michael Kasperowitsch hat einen Eremiten besucht
  • Dichter, Revolutionär, Egomane: Eine Sonderseite zum 200. Geburtstag von Richard Wagner
Nachrichten aus aller Welt

Schlagzeilen


User-Kommentare
Suche wird durchgeführt...
Baustellen in der Region
Karte zum Öffnen anklicken

Stadtanzeiger Aktuell

Im Gespräch
Was denkt ein Zollfahnder über Instinkte? Oder: Was verbindet ein Notarzt mit Langsamkeit?
Jede Woche steht im Lokalteil ein Nürnberger Rede und Antwort zu einem Thema, das man auf Anhieb nicht immer mit ihm verbindet.
Alle Beiträge finden Sie in unserer Rubrik: Im Gespräch.
Suche wird durchgeführt...