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Das Ehepaar Hirsch hatte sich lange gegen die Doblinger-Gruppe gewehrt, die das Gelände zunächst erwarb und nun an Investoren weiterverkauft. Immer mehr Neubauten entstehen auf dem Grundstück nahe dem Wöhrder See — derzeit bauen unter anderem Mercedes und die VR-Bank.
Dass aber auch ein mehr als 100 Jahre altes, bewohntes Direktorenhaus auf dem Areal steht, schien nicht weiter zu stören. Klar ist: Alfons Doblinger plant, das ehemalige Gebäude der Ewag (heute N-Ergie) abzureißen. Zum Schluss lebten noch zwei Parteien in der Tullnaustraße20 und 22.
Werner Hirsch pochte auf sein im Mietvertrag verbrieftes Recht, lebenslang in der 127 Quadratmeter großen Wohnung bleiben zu können. Dem wachsenden Druck der Doblinger-Gruppe, die das Haus leer haben wollte, hielt das Ehepaar lange stand.
Doch nun warf es das Handtuch. In einem Schreiben, das der Lokalredaktion vorliegt, heißt es: „Die ständige Ungewissheit über einen Verbleib und die Unverlässlichkeit und Sprunghaftigkeit des neuen Eigentümers machten uns das Leben so schwer.“ Ihrer Gesundheit zuliebe zogen die Rentner nun aus. Sie waren telefonisch nicht mehr zu erreichen.

Bewerbungen für den NN-Kunstpreis werden ab 1. März 2012 entgegengenommen. Die Teilnahmebedingungen finden Sie
hier.