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Mit Blaulicht und einer feinen Nase

Störungstechniker der N-Ergie sind auch an Ferientagen immer auf Abruf - 03.01. 18:17 Uhr

Nürnberg  - Die anderen feiern oder ruhen sich aus, sie müssen ran: Wer zwischen den Jahren Dienst hat, spielt den Lückenbüßer. Heute: Peter Wölk, Störungstechniker bei der N-Ergie.

Im Ernstfall lebenswichtig: Mit dem Messgerät untersucht Peter Wölk das Gas-Luft-Verhältnis, wenn er zu einem Einsatz gerufen wird.
Im Ernstfall lebenswichtig: Mit dem Messgerät untersucht Peter Wölk das Gas-Luft-Verhältnis, wenn er zu einem Einsatz gerufen wird.
Foto: Eduard Weigert
Im Ernstfall lebenswichtig: Mit dem Messgerät untersucht Peter Wölk das Gas-Luft-Verhältnis, wenn er zu einem Einsatz gerufen wird.
Im Ernstfall lebenswichtig: Mit dem Messgerät untersucht Peter Wölk das Gas-Luft-Verhältnis, wenn er zu einem Einsatz gerufen wird.
Foto: Eduard Weigert

Es muss schnell gehen. Gleich der erste Einsatz im neuen Jahr führt Peter Wölk an die Grenze. Zumindest an den Rand seines Einsatzgebietes: nach Lauf. 30 Minuten hat der Störungstechniker der N-Ergie, um vor Ort zu sein, „in zwei Minuten muss ich also im Auto sitzen“. Um mit Blaulicht nach Lauf zu fahren – und zu schnuppern. Der erste Notruf, den der Störungstechniker der N-Ergie 2012 – an Neujahr – bearbeitet, lautet wie viele seiner Einsätze in der momentanen Ferienzeit: Es riecht nach Gas.

Nach eingehender Kontrolle entscheidet Wölk auf Fehlalarm. Dass es sich nicht um Gas handelt, hat seine feine Nase schon vorher erkannt. „Das kommt oft vor. Weil viele gar nicht wissen, wie Gas riecht.“ Im Keller der Familie riecht es eher leicht süßlich. „Das kann auch eine tote Maus sein“, sagt Wölk.



Danach ist es wieder ruhig. An den Feiertagen, genauso wie unter der Woche. „Wenn die Bauarbeiten ruhen und unter der Erde nicht so viel gegraben wird, ist auch bei uns weniger los“, sagt Wölk. Er und seine Kollegen rücken aus, wenn zwischen Neunkirchen am Brand und Schwabach, Lauf und Zirndorf beispielsweise eine Wasser- oder Gasleitung beschädigt ist. Sie sorgen für die Erstsicherung und sind auch vor Ort, wenn ein größerer Gasunfall passiert. Wie vor zwei Tagen in der Nürnberger Südstadt (wir berichteten). Immer dabei: ein Laptop im Auto, der Straßen, Grundrisse und Leitungen zeigt. Und ein Messgerät, um eine möglicherweise explosive Gas-Luft-Mischung früh zu erkennen. „Wenn es rumms macht, soll niemand in der Wohnung sein.“

Auch die „Notrufenden“ sind in der Ferienzeit sehr umgänglich. Schließlich sind Wölk und seine Kollegen oft die Retter in der Not. „Auch wenn einige nicht gerade erfreut sind, wenn wir manchmal aus Sicherheitsgründen das Gas abstellen müssen.“ Den ersten Ärger aber hätten dann die Kollegen in der Netzleitstelle. „Die bekommen häufiger die Schimpftiraden zu hören.“

Wölk ist dieses Jahr durchweg im Einsatz. Weihnachten, Silvester, Neujahr, Heilige Drei Könige. An jedem Tag hat der 47-Jährige Schicht. „Dieses Mal hat es mich erwischt, dafür habe ich nächstes Jahr frei.“ Die Familie spielt mit. „Dafür habe ich ab und zu in unserem Schichtbetrieb auch unter der Woche frei.“ Dann wird das Spielen mit dem Sohn nachgeholt.

  



tsr - Lokales Nürnberg

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