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Mit Zahlen im Kopf jonglieren

Der Taschenrechner ist bei der Weltmeisterschaft im Kopfrechnen für Schüler tabu - 31.03. 19:22 Uhr

Nürnberg  - Die vierte Wurzel aus 237 im Kopf zu ziehen, ist für sie kein Problem: 37 junge Rechengenies aus aller Welt rechnen am Samstag im „KunstKulturQuartier“ um die Wette, um den neuen Kopfrechenweltmeister zu ermitteln.


Die Kopfrechengenies Gert Mittring (links) und Andreas Berger.
Die Kopfrechengenies Gert Mittring (links) und Andreas Berger.
Foto: Pfrogner
Die Kopfrechengenies Gert Mittring (links) und Andreas Berger.
Die Kopfrechengenies Gert Mittring (links) und Andreas Berger.
Foto: Pfrogner

Vom 31. März bis zum 3. April kommen die besten Zahlenjongleure im Alter von neun bis 13 Jahren zusammen, um ihre mathematischen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Es sind 37 Jugendliche aus fünf Nationen. Mit dabei Indien und Rumänien, das Gros der Schüler, nämlich 20, kommen aus Deutschland.

Am Samstag geht es dann um den Weltmeistertitel. In zahlreichen Matheaufgaben müssen die findigen Köpfe verschiedene Rechenarten lösen: Sie multiplizieren fünfstellige Zahlen und ziehen Wurzeln.

Was für viele der nackte Graus ist, ist für ihn ein Kinderspiel: Der Gymnasiast Andreas Berger aus Jena ist Kopfrechenweltmeister 2008. Das Spezialgebiet des 16-Jährigen ist die dritte Wurzel, für sie hat er ein eigenes Berechnungsprinzip entwickelt. „Bei den deutschen Meisterschaften hat er mit großem Abstand gewonnen“, sagte Gert Mittring, Kopfrechenmeister der Erwachsenen. Als Andreas nach dem Themengebiet Kalenderrechnen gefragt wird, errechnet er innerhalb von fünf Sekunden, dass der 24. Januar 1989 ein Dienstag gewesen ist.

Dass der Kopfrechenchampion aus Jena kommt, ist für Diplompädagogin Martina Lange-Blank kein Zufall: „Eine Begabung, wie sie Andreas hat, wird in den neuen Bundesländern viel besser gefördert. Man hat dort ganz andere Normen und Werte.“ Doch auch die Konkurrenz aus dem Ausland schläft nicht, vor allem die Schüler aus Indien sind gefürchtet. Mathematikerin Caroline Merkel vermutet, dass sie aufgrund anderer Rechenverfahren schneller sein könnten als die hiesigen Mathespezialisten. 





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