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Mobilität als großes Ziel

Auto für MS-Kranke und Sohn mit Rollstuhl — Fall 27 - 13.12. 12:12 Uhr

Nürnberg  - Mobil sein und mobil bleiben - in unserer Gesellschaft gehört das zu den höchsten Werten. Privat schätzt das fast jeder, beruflich ist es häufig ohnehin unerlässlich. Für Elvira M. und ihren inzwischen erwachsenen Sohn Manuel (Namen geändert) aus einer Stadt im Großraum Nürnberg ist das hingegen alles andere als selbstverständlich.

Symbolfoto.
Symbolfoto.
Foto: dapd

Das beginnt schon bei kurzen Wegen: Die 56-jährige Mutter leidet seit sechs Jahren an Multipler Sklerose. Die sorgt für zunehmende Beschwerden, vor allem beim Laufen. Längst ist die frühere Verkäuferin auf einen Rollator angewiesen – und nicht mehr erwerbsfähig. „Vor meiner Erkrankung konnte ich meinen Sohn und mich gut versorgen und für uns das Leben einigermaßen einrichten“, sagt sie.

Das war beschwerlich genug, weil Manuel seit seinem ersten Lebensjahr schwerstbehindert ist und obendrein sie als Alleinerziehende auf sich gestellt war. Nun ist sie auch noch selbst gehandicapt, derzeit bereits mit 90 GdB. „Jeder Gang außer Haus verlangt mir alles ab“, sagt sie und meint Fußwege ebenso wie Fahrten mit ihrem alten Auto.



Doch seit sie ihre Füße nicht mehr richtig unter Kontrolle hat, musste sie auch dieses aufgeben – jetzt hilft nur noch ein Wagen mit Handbetrieb und Automatikgetriebe. Ihre bescheidene Rente erlaubt eine solche Anschaffung mit dem nötigen Umbau natürlich nie und nimmer, nicht mal mit ihr noch zustehendem Unterhalt und Pflegegeld und dem kleinen Gehalt, das Manuel aus seiner Arbeit in einer großen Behindertenwerkstatt erhält.

Auch er ist wegen einer halbseitigen Tetraspastik weitgehend auf einen Rollstuhl angewiesen – unbeabsichtigte Folge einer Behandlung, die er als Baby wegen eines Hydrocephalus über sich ergehen lassen musste. Zum Glück kommen die beiden wenigstens in ihrer Wohnung gut zurecht.

Ihr Aktionsradius soll trotzdem nicht darauf begrenzt bleiben. „Zu Hause versauern wollen wir nicht“, wünschen sich Mutter und Sohn. Schon wegen der regelmäßig erforderlichen Fahrten zu Therapeuten und Ärzten oder aber zur Teilnahme an Selbsthilfegruppen benötigen sie das neue Fahrzeug. Und der eine oder andere Besuch bei Bekannten und ein Tapetenwechsel sollte auch drin sein.

Selten lässt sich allerdings eine solche Anschaffung allein aus einem Spendentopf finanzieren. Schon mehrfach hat sich die Weihnachtsaktion daher an entsprechenden Projekten beteiligt. In diesem Jahr sollen Elvira und Manuel M. zum Zuge kommen, damit sie samt Rollstuhl und Rollator mobil bleiben. Auf Vermittlung des Vereins „Mobil mit Behinderung“ haben den beiden verschiedene Stiftungen ihren Beitrag schon zugesagt. „Freude für alle“ hofft, mit Unterstützung vieler Spenderinnen und Spender, die letzte Lücke zu schließen.

 

„Freude für alle“ bittet bis Weihnachten um Spenden für Mitbürger in unserer Region. Für zweckgebundene Zuwendungen bitte Fallnummer angeben. Sämtliche Spendernamen werden veröffentlicht — wer das nicht wünscht, versehe die Spende bitte mit dem Vermerk „anonym“. Barspenden nehmen gerne die Geschäftsstellen der Zeitung in der Nürnberger Mauthalle, in Fürth (Rud.-Breitscheid-Straße 19) und Erlangen (Hauptstraße 38) an. 



WOLFGANG HEILIG-ACHNECK



Zum Thema
Freude für alle



Kurzbeschreibung:
In ihrer Weihnachtsaktion bitten die Nürnberger Nachrichten jedes Jahr um Spenden für unterstützungsbedürftige Mitbürger.

So können Sie helfen: Durch eine Überweisung auf eines der Aktionskonten von „Freude für alle“:

Konto 1101111 bei Sparkasse Nürnberg (BLZ 76050101),
Konto 277772 bei Sparkasse Fürth (BLZ 76250000),
Konto 63999 bei Sparkasse Erlangen (BLZ 76350000),
Konto 400094854 bei Postbank Nürnberg (BLZ 76010085)

oder durch Barspenden in den Geschäftsstellen der Zeitung
in der Nürnberger Mauthalle,
in Fürth (Rudolf-Breitscheid-Str. 19) und
in Erlangen (Hauptstr. 38).