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Zweispurig schiebt sich der Verkehr auf dem Altstadtring am imposanten Bahnhofsgebäude vorbei. Autofahrer, die vom Parkplatz an dessen Nordseite kommen, haben es nicht leicht, sich in den Strom der Fahrzeuge einzureihen. Obendrein gilt es, auf kreuzende Fußgänger und Radfahrer zu achten, während die Sicht durch parkende Pkw oft eingeschränkt ist. Radfahrer müssten sich indes ihren Weg mit Passanten teilen, da der nur 30 Zentimeter breite Fußgängerstreifen wegen eines dort stehenden Verkehrsschildes nicht mehr nutzbar sei, moniert der Vorsitzende des hiesigen ADFC-Kreisverbands, Jens Ott.
„Wir haben bei einem Ortstermin einige brenzlige Situationen erlebt“, schreibt Ott an Nürnbergs Baureferenten Wolfgang Baumann in einem Brief, der unserer Redaktion vorliegt. „Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis hier etwas passiert.“ Die Ideallösung in seinen Augen wäre es deshalb, an dieser Stelle gar keine Parkplatz-Ausfahrt zu haben, was „wohl nicht erreichbar ist“, wie der Ehrenamtliche einräumt. Wenigstens müsste das Verkehrsschild versetzt und die beiden Parkplätze vor der Ausfahrt gesperrt werden, damit Pkw-Fahrer freie Sicht hätten und ihre Autos nicht mehr beim Vortasten in die Kreuzung den Radweg blockierten.
„Die Situation ist eng, das ist unzweifelhaft“, bestätigt Hannes Hinnecke vom Baureferat. „Sie war es aber auch schon vorher.“ Schließlich stehe der Mast einer großen Schilderbrücke dort schon seit vielen Jahren und verenge einseitig den Radweg. Und das vor rund acht Wochen hinzugekommene Schild, das Autofahrer unter anderem auf den Zwei-Richtungs-Radweg hinweist, sei eben nötig, um den Verkehr zu regeln.
Trotzdem werde die Stadt in den nächsten Wochen prüfen, welche Möglichkeiten zur Entschärfung der Lage möglich sind, verspricht der Mitarbeiter des Baureferenten. Bis dahin setze er auf das „oberste Gebot“ der gegenseitigen Rücksichtnahme, erklärt Hinnecke. Autofahrer müssten auf Radfahrer achten, Radler auf Fußgänger. In einer Halbmillionenstadt wie Nürnberg seien konkurrierende Verkehrsansprüche auf engem Raum nun mal nichts Ungewöhnliches.

Bewerbungen für den NN-Kunstpreis werden ab 1. März 2012 entgegengenommen. Die Teilnahmebedingungen finden Sie
hier.
