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Neonazi ist wie vom Erdboden verschluckt

Gerhard Ittner wird mit internationalem Haftbefehl gesucht — In Afrika untergetaucht? - 07.06.2006

«Aber es gibt keine neuen Erkenntnisse, wo er wirklich ist“, sagt ein Sprecher der Polizei. Nur so viel: Die Fahnder vermuten Gerhard Ittner im Ausland. Gerüchte, er könnte sich in Südafrika befinden, weist die Polizei als «nicht gesichert“ zurück. Die Behauptung einer Boulevardzeitung, Ittner halte sich im Iran auf und berate dort Staatspräsident Mahmud Ahmadinedschad, verweist sie dagegen komplett ins Reich der Spekulation.

Die Nürnberger Polizei jedenfalls dürfte froh sein, dass Ittner hier keine antisemitischen, fremden- und staatsfeindlichen Parolen mehr verbreitet. Sein Verschwinden wirkte sich deutlich auf die Kriminalstatistik aus. Mit seinem Abtauchen ging die Zahl der VolksverhetzungsDelikte zurück.

Die Polizei hat beobachtet, dass Ittner, der sich selbst als eine Art Anführer der rechtsextremistischen Szene in Franken begriffen hat, kurz vor seinem Verschwinden selbst in den eigenen Reihen keine große Unterstützung mehr hatte.

Ittner ist im März 2004 während eines Gerichtsverfahrens untergetaucht. Ganz offensichtlich, um seiner Strafe zu entgehen. In Abwesenheit verurteilte ihn das Landgericht Nürnberg-Fürth zu einer Gefängnisstrafe von zwei Jahren und neun Monaten. Die Vorwürfe: Volksverhetzung, Verunglimpfung des Staates, Beleidigung und Beschimpfung von Religionsgemeinschaften. sto 

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