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Nürnberger bauen eine Schule in Kenia

Die Hilfe für das Sozialprojekt in Ostafrika wird erweitert - 05.11. 16:36 Uhr

Nürnberg  - Die von Nürnberg aus gesteuerte fränkische Kenia-Hilfe hat in Juja zwei neue große Einrichtungen in Betrieb genommen: ein Waisenhaus-Dorf für 120 Kinder und eine Schule für 600 Mädchen und Buben.


Hurra, wir haben jetzt eine neue Schule: Mädchen und Buben freuen sich über das gelungene Projekt.
Hurra, wir haben jetzt eine neue Schule: Mädchen und Buben freuen sich über das gelungene Projekt.
Foto: privat
Hurra, wir haben jetzt eine neue Schule: Mädchen und Buben freuen sich über das gelungene Projekt.
Hurra, wir haben jetzt eine neue Schule: Mädchen und Buben freuen sich über das gelungene Projekt.
Foto: privat

Das Sozialprojekt in Nordkenia war 1992 von der Nürnberger Caritas-Schwester Gerda Köglmeier während einer dramatischen Kriegssituation in Ostafrika initiiert worden. Vor allem finanziert durch Spenden von Leser(inne)n unserer Zeitung, entstand in Thika/Kenia ein Krankenhaus. Daraus entwickelte sich im Lauf der Jahre ein großes Sozial- und Gesundheitszentrum, das nicht nur Erwachsenen, sondern vor allem Kindern, kranken Kindern, Waisen, den Ärmsten der Armen zugutekommt.


Dr. Paul Festl mit Kindern aus Juja
Dr. Paul Festl mit Kindern aus Juja
Dr. Paul Festl mit Kindern aus Juja
Dr. Paul Festl mit Kindern aus Juja

Seit einigen Jahren leitet der Zahnarzt Dr. Paul Festl im Auftrag der Katzwanger Pfarrei St. Marien das Hilfsprojekt, das sich immer mehr ausweitet. Bei seinem Besuch in diesen Tagen wurde unter anderem das neue Waisenhaus-Dorf mit acht Gebäuden für jeweils 15 Kinder offiziell in Betrieb genommen. Auch für dieses Projekt spendeten unsere Leserinnen und Leser. Der größte Teil der Finanzierung allerdings floss aus einem privaten Nachlass, außerdem vom Lions Club Weißenburg, vom Hilfswerk Deutscher Zahnärzte und von der Sternstunden-Aktion des Bayerischen Rundfunks. Die Emanuel-Stiftung von Dagmar Wöhrl ermöglichte die Bohrung von neuen Brunnen.

„Die Armut ist unvorstellbar“

Gleichzeitig mit dem Kinderdorf wurde eine Volksschule fertig, in der nun 600 Mädchen und Buben in acht Jahrgängen unterrichtet werden. Die Kinder erhalten dort täglich auch eine warme Mittagsmahlzeit. „Für sie ist das oft das einzige Essen am Tag“, berichtet Dr. Festl.

„Die Armut dort“, so der Katzwanger Arzt, „ist kaum vorstellbar.“ Und sie ist vor allem eine Folge von Aids. Viele Menschen der Eltern-Generation sterben an dieser Krankheit, zurück bleiben die Kinder — und die Alten. Auch für die älteren Menschen entstand jetzt mit Hilfe aus Franken eine Einrichtung: Dr. Festl übergab bei seiner Visite Wohnungen für alte, kranke und alleinstehende Menschen. Auf demselben Grundstück wurde eine Bäckerei aufgebaut und eine kleine Landwirtschaft. Die Alten helfen in den beiden Betrieben mit, backen Brot für die Waisenhäuser, die Schule und den Kindergarten, verkaufen die Backwaren aber auch, so dass sich diese Einrichtung selber trägt.

Die Dominikaner-Schwestern, die das Projekt vor Ort tragen, betreuen insgesamt inzwischen mehr als 1000 Waisenkinder und versorgen sie umfassend, bis hin zur Berufsausbildung. Demnächst soll noch das Krankenhaus erweitert und die alten Teile davon renoviert werden, außerdem ist eine weiterführende Schule und ein Berufs-Ausbildungszentrum in Planung: weitere große Anforderungen auch finanzieller Art, die auf die Nürnberger Kenia-Hilfe zukommen.

Neue Patenschafts-Initiative

Um die Kinder noch intensiver und gezielter unterstützen zu können, hat Dr. Paul Festl nun auch eine „Dominicus-Patenschafts-Initiative“ gegründet. Rund 400 Mädchen und Buben warten auf eine solche Patenschaft. Auskünfte sind zu erhalten unter: www.dominicus-patenschaft.de oder Telefon (0911)96445277. Kontakte sind auch möglich unter: Dominicus-Patenschaft, Georg-Stefan-Straße 35a, 90453 Nürnberg.

Das allgemeine Spendenkonto des Kenia-Hilfsprojekts lautet: Katholische Kirchenstiftung St. Marien Nürnberg, Sparkasse Nürnberg, Konto: 1178010, BLZ: 76050101.
  





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