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Oase mit Lustgärten und barocken Skulpturen

Urlaub daheim: Margit Zimmermann entspannt am liebsten in den Hesperidengärten - "Hier komme ich zur Ruhe" - 02.09. 11:00 Uhr

Nürnberg  - Nicht jeder macht sich in der Ferienzeit auf die Reisesocken, manche erholen sich zuhause, genießen ihren Mini-Urlaub in der Stadt, zum Beispiel in den Hesperidengärten.


In den Hesperidengärten findet Margit Zimmermann Stille und Ruhe. Seit Jahren schon nimmt sie sich regelmäßig eine "kleine Auszeit" in der barocken Grünanlage, setzt sich auf eine Bank, liest ein Buch oder verfolgt das entschleunigte Kommen und Gehen.
In den Hesperidengärten findet Margit Zimmermann Stille und Ruhe. Seit Jahren schon nimmt sie sich regelmäßig eine "kleine Auszeit" in der barocken Grünanlage, setzt sich auf eine Bank, liest ein Buch oder verfolgt das entschleunigte Kommen und Gehen.
Foto: Matejka

Margit Zimmermann nahm im August, immer wenn es das Wetter gestattete, eine "kurze Auszeit" in den Hesperidengärten. Sie findet dort Stille, wähnt sich auf einer "kleinen Insel", fern vom Trubel auf der Straße oder daheim, wo "immer etwas los ist" - was nicht wundert, bei fünf Kindern, ebenso vielen Enkelkindern und einem sechsten, das sich nun anschickt, zur Welt zu kommen.

Vor drei Jahren entdeckte sie die berühmten Gärten für sich, seither macht sie dort regelmäßig Mini-Urlaub. Wenn möglich, nimmt sich die 59-jährige Verkäuferin eine Stunde Zeit, setzt sich mit einem Buch auf eine Bank, von der aus sie alles im Blick hat - die Flaneure und Touristen, die Besucher des nahen Cafés oder die Fotografen, die hier beliebte Bildmotive finden: Brunnen, barocke Skulpturen, kleine Lustgärten. "Die Rosenbögen sind sehr schön", sagt Zimmermann.

"Und auch die Sonnenuhr." Freunde, die zu Besuch kommen, führt sie gern in diese Gartenoase, eine von vielen Grünanlagen, die zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert außerhalb der Stadtmauern angelegt wurden. Die Patrizier damals wollten adligen Lebensstil kopieren. In ihren Gärten zelebrierten sie gehobene Formen der Geselligkeit. Außerdem bauten sie Zitronen- und Orangenbäumchen an, für die man eigens "Warmhäuser" für den Winter errichtete. Ihren Namen verdanken die Gärten übrigens der griechischen Mythologie.

Goldene Äpfel

Die Hesperiden, Töchter des Atlas, hatten die Aufgabe, einen Baum mit goldenen Äpfeln zu bewachen, die ewige Jugend verleihen. Herakles gelang es durch eine List, an die Wunderfrüchte zu kommen - er benötigte sie, um seine zwölf Arbeiten zu erledigen. Letztlich aber fanden die Äpfel wieder zu den Nymphen zurück... Die Hesperidengärten in St.Johannis wurden in den Achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts nach Originalunterlagen restauriert; seither sind sie für die Öffentlichkeit zugänglich, sehr zur Freude von Margit Zimmermann. "Ich habe hier einen Platz gefunden, wo ich wirklich zur Ruhe komme."

  





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