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Ohm-Hochschule: Entwurf für neues Gebäude debattiert

Städtischer Baukunstbeirat berät über Bau an der Bahnhofstraße - 30.04.2010

So sieht ein Entwurf für das neue Ohm-Gebäude aus.

So sieht ein Entwurf für das neue Ohm-Gebäude aus. © Günter Distler


Auf den ersten Blick hat der Komplex Elemente vom Delfinhaus am Leipziger Platz und der Fassade der Sebalder Höfe am Rathenauplatz. Er zeigt ein langgestrecktes Gebäude, dessen Fassade durch horizontale Fensterbänder unterbrochen wird. An der Stirnseite, dem künftigen Eingang, ist es abgeflacht und bäumt sich – gestützt durch Säulen – auf. Der Entwurf stammt von dem Büro Löser, Körner & Partner (Nürnberg).

Kleiner Spielraum für die Gestalter

Der »Spielraum« für die Gestalter ist denkbar klein. Die Vorgaben (etwa zu den Räumen) der Immobilienverwaltung des Freistaats Bayerns sind enorm. Das schmale Grundstück gehört der Aurelis und Bauherr ist die S-group Ten-Brinke (Nürnberg). Sie erhielt kürzlich (wie berichtet) den Zuschlag vom Freistaat. Andere Standorte (Milchhof und der Campus Wöhrd) schieden aus.

Das neue Gebäude soll verschiedene Fakultäten aufnehmen, es gibt unter anderem zwei Hörsäle für je 200 Studenten. Das Haus liegt gegenüber dem Campus-3-Komplex. Ob die beiden Blöcke durch eine Brücke verbunden werden, steht noch aus Kostengründen zur Diskussion, erklärte Hans Pöhler vom Planungsbüro im Baukunstbeirat. Doch einige Mitglieder sprachen sich gleich dagegen aus. Es gab auch eine Diskussion über die Fassadengestaltung; etwa ob die horizontalen Bänder unterbrochen werden sollen oder nicht. Wirkliche Kritik erntete Pöhler für den gelungenen Entwurf nicht, auch wenn ein Kollege von »Raumschiff« sprach.

Wettbewerb für weitere Bebauuung

Vielmehr entbrannte eine Debatte über die (weitere) Gestaltung des schmalen Bandes entlang der Bahnhofstraße. Es gibt hierfür bereits ein städtebauliches Konzept. Freilich kam es unter den engen Vorgaben nicht zum Tragen. Für die weitere Bebauung, unter anderem soll ein Parkhaus neben dem GSO-Gebäude entstehen, wird es nun einen Wettbewerb geben. Den hätten sich die Beirats-Mitglieder bereits gewünscht, bevor ein erstes Gebäude steht. Dafür ist es jetzt zu spät. 

Andreas Franke

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