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Public Viewing: Jetzt wird aufgeräumt

225.000 Fußballfans sahen die EM-Spiele auf der Wöhrder Wiese - Nun folgt das Reinemachen - 02.07.2012 20:00 Uhr

Der Tag danach: Die ausgedörrte Wöhrder Wiese wird mit riesigen Staubsaugern grundgereinigt. Von insgesamt 31 Spielen waren nur zwei verregnet.

Der Tag danach: Die ausgedörrte Wöhrder Wiese wird mit riesigen Staubsaugern grundgereinigt. Von insgesamt 31 Spielen waren nur zwei verregnet. © Michael Matejka


Den ausgebleichten Rasen gießt der Regen. Endlich. Denn während der EM-Wochen war das Wetter zwar ideal fürs Public Viewing — aber schlecht für die Natur. Von 31 Spielen waren nur zwei verregnet. Eine Bilanz, die Christopher Dietz von der Altdorfer Event-Agentur Freude macht. So viel Freude, dass er nach sieben Auftritten ab 2005 unbedingt wiederkommen will. 2014, bei der WM.

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Deutschland spielt? Zahltag!

Dass beim Finale am vergangenen Sonntag „nur“ 2500 Fans kamen und nass wurden, will er deshalb nicht betrauern. „Das wäre Jammern auf hohem Niveau“, sagt Dietz ganz offen, der beim Abbau auf der Wiese im Nieselregen routiniert Regie führt.

Hinter ihm liege „eine gute Geschichte“, auch wenn die eigene Nationalmannschaft nicht Sieger wurde. Auf deren Treffer hoffte er als Fußballfan, und als Geschäftsmann brauchte er nur dieser schlichten Logik zu folgen: „Wenn Deutschland spielt, ist Zahltag.“ Zitat Ende. Der Hit sei das Spiel Deutschland-Griechenland gewesen. Das sahen mit Abstand die meisten Zuschauer im Freien.

Großer Abtransport

Jetzt also das große Aufräumen. Verstaut ist die 62 Quadratmeter große Leinwand, auf der zuletzt die Spanier vier Mal ins Schwarze trafen. Abtransportiert die Bratwurst- und Getränkestände, an denen sich Menschenmassen verköstigten. Endlich wieder entspannt die Anrainer, die einiges an Krach ertragen mussten und deren Laune Christopher Dietz mit Gratis-Getränkebons zu heben versuchte.

Das Beschwerde-Telefon sei trotzdem häufig angewählt worden, sagt er. „Viele Anrufe, aber immer derselbe Beschwerdeführer.“ Anders als bei der Weltmeisterschaft 2010, als die Hitze bei den mittäglichen Spielen viele Fans umkippen ließ, hatten die Sanitäter diesmal wenig zu tun.

Polizei und Sör zufrieden

Auch die Polizei berichtet nur von vereinzelten Raufereien. Alkoholbedingt, natürlich. „Keine besonderen Vorkommnisse“, heißt es im Präsidium. Eine Fachfrau von Sör ist bereits gestern zur ersten Inspektion der Wiese angerückt. „Soweit ganz in Ordnung“, lautete ihr Befund. Am Freitag ist Übergabe, dann entscheidet sich auch, wie lange und für wie viel Geld das Gras neu aufgepäppelt werden muss. 2010 mussten die Veranstalter 50000 Euro bezahlen. 

VON CLAUDINE STAUBER - Lokales Nürnberg

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