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"Rathaus-Belagerer“ forderten Sozialticket

Ein Bündnis will eine Monatskarte für maximal 11,49 Euro — Für viele von Armut Bedrohte „ist die VAG viel zu teuer“ - 09.11. 09:03 Uhr

Nürnberg  - Die Belagerung des Rathauses blieb absolut symbolisch: Vor dem Wolffschen Bau haben Demonstranten am Wochenende ein Sozialticket für Arme gefordert, das nicht mehr als 11,49 Euro kosten soll.


„Fahrpreise eingrenzen statt Menschen ausgrenzen“: Das forderten Demonstranten bei ihrem Auftritt vor dem Rathaus Wolffscher Bau. Ein Sozialticket für 11,49 Euro wäre ihrer Meinung nach die Lösung.
„Fahrpreise eingrenzen statt Menschen ausgrenzen“: Das forderten Demonstranten bei ihrem Auftritt vor dem Rathaus Wolffscher Bau. Ein Sozialticket für 11,49 Euro wäre ihrer Meinung nach die Lösung.
Foto: Eduard Weigert
„Fahrpreise eingrenzen statt Menschen ausgrenzen“: Das forderten Demonstranten bei ihrem Auftritt vor dem Rathaus Wolffscher Bau. Ein Sozialticket für 11,49 Euro wäre ihrer Meinung nach die Lösung.
„Fahrpreise eingrenzen statt Menschen ausgrenzen“: Das forderten Demonstranten bei ihrem Auftritt vor dem Rathaus Wolffscher Bau. Ein Sozialticket für 11,49 Euro wäre ihrer Meinung nach die Lösung.
Foto: Eduard Weigert

Zigtausende seien durch die teuren und ständig steigenden Preise der VAG in ihrer Mobilität stark eingeschränkt, kritisiert das Bündnis Sozialticket bei seiner Kundgebung, die auch von der „Organisierten Autonomie“ und der „Revolutionär organisierten Jugendaktion“ unterstützt wird.

Seit über zwei Jahren gibt es die Forderung nach einem Sozialticket; zuletzt hatte die Linke im Stadtrat rund 80000 Euro für den Einstieg in ein solches Angebot beantragt und war damit an der Mehrheit gescheitert (wir berichteten).


60000 Nürnberger haben einen Anspruch auf den Nürnberg-Pass, doch nur 33150 lösen ihn ein, so hieß es damals. Das VAG-Sozialticket für 29,90 Euro im Monat kaufen gerade einmal 6000 von ihnen. Auch die 29,90 Euro sind in den Augen der Kritiker zu teuer. Der Hartz-VI-Satz sehe gerade einmal 22,78 Euro für Nahverkehrs- und Bahnfahrten vor.

Vorerst soll eine Studie abgewartet werden, mit der 800 Besitzer des Nürnberg-Passes befragt und ihr Bedarf ermittelt werden sollen. Ein endgültiges Ergebnis soll es Ende 2011 geben. Für das Bündnis Sozialticket ist die 36000 Euro teure Studie „reine Verzögerungstaktik“. Es verweist bei seiner Kundgebung darauf, dass es für Studenten immer noch kein bezahlbares Semester-Ticket gebe und dass Asylbewerber, arme Rentner, Niedriglohn-Jobber oder Alleinerziehende auf eine preisgünstige Monatskarte angewiesen seien. Spätestens bei den Haushaltsberatungen Ende November müsse der Stadtrat zeigen, ob ihm „die gesellschaftliche Teilhabe von über 160000 von Armut bedrohten Menschen etwas wert“ sei.c.s. 





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