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So wächst das Gemüse

Tag der offenen Tür in zwölf Betrieben in Almoshof und Lohe - 30.04.2012 19:55 Uhr

Nürnberg  - Das Knoblauchsland öffnet wieder seine Pforten: Zum jährlichen Tag der offenen Tür laden die Landwirte diesmal am kommenden Sonntag, 6. Mai, nach Almoshof und Lohe ein.

Stefan (li.) führt die Familientradition auf dem Scherzer-Hof fort. Am Sonntag kann man dort hinter die Kulissen sehen.
Stefan (li.) führt die Familientradition auf dem Scherzer-Hof fort. Am Sonntag kann man dort hinter die Kulissen sehen.
Foto: Katrin Wiersch
Stefan (li.) führt die Familientradition auf dem Scherzer-Hof fort. Am Sonntag kann man dort hinter die Kulissen sehen.
Stefan (li.) führt die Familientradition auf dem Scherzer-Hof fort. Am Sonntag kann man dort hinter die Kulissen sehen.
Foto: Katrin Wiersch

Die beliebte Veranstaltung hat inzwischen Tradition und lockt regelmäßig mehr als 30000 Besucher an: Jeweils am ersten Sonntag im Mai, nun bereits zum 20. Mal, geben Betriebe Einblick in Anbau, Verarbeitung und Vertrieb von Gemüse und laden zu Besichtigungen der Höfe ein, zeigen aber auch die Arbeit auf den Feldern. Das Motto „Knoblauchsland — meine Heimat, meine Zukunft“ ist mit Bedacht gewählt. Denn wie der Tag der offenen Tür hat auch das Knoblauchsland eine freilich ungleich längere Geschichte.

„Die Wurzeln des Knoblauchslandes reichen mindestens bis in das 13.Jahrhundert zurück“, sagt Josef Hofbauer vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Fürth. Entsprechend tief sind die Landwirte mit ihrer Heimat verwurzelt. Kaum ein Betrieb siedelt um, die Zukunft sollen Ausbildung und Technik sichern. Letztere wird am Tag der offenen Tür gut zu erforschen sein. Denn das Gebiet um Almoshof und Lohe ist das am intensivsten bewirtschaftete Areal des Knoblauchslandes. Hier stehen besonders viele der insgesamt 70 Hektar überspannenden Gewächshäuser.


Und die Ausbildung? 130 Landwirte führen mittlerweile einen Meistertitel. „Wir haben den höchsten Ausbildungsstand in ganz Bayern“, sagt Michael Brückner, Vorsitzender des Gemüseerzeugerverbandes. „Wir sind eine starke Region mit Zukunft.“

Kein Spritzmittel notwendig

Stefan Scherzer ist ein Beispiel für diese Zukunft. Der 25-Jährige hat vor vier Jahren die Meisterschule abgeschlossen und ist im elterlichen Betrieb verantwortlich für den Anbau von Tomaten, Paprika und Gurken.

Am Tag der offenen Tür wird Scherzer durch seine Gewächshäuser führen, das Bewässerungssystem und den Einsatz von Nützlingen vorstellen. Ein Beispiel: Arbeiter hängen mit Schlupfwespeneiern beklebte Kärtchen in die Tomatenstauden. Wenn diese ausgewachsen sind, töten sie Schädlinge. Obwohl der Betrieb nicht das Bio-Siegel trägt und somit spritzen dürfte, kommt er ohne Insektengift aus.

Rund um die riesigen Gewächshäuser der Scherzers liegen die Hauptanziehungspunkte: In der Festhalle empfangen die bayerischen Gemüseköniginnen von 10 bis 16 Uhr die Besucher; außerdem sind hier Oldtimer-Traktoren zu bestaunen. Nebenan lohnt ein Blick in ein riesiges Hackschnitzelheizwerk. Insgesamt zeigen zwölf Betriebe ihre Höfe, technischen Anlagen und Maschinen.

Verlockend nicht zuletzt: das Kinderprogramm und der von den Landfrauen zubereitete fränkische „Caesars Salat“. Zum Jubiläum ist außerdem ein Fotowettbewerb ausgerufen. Bis zum 21. Mai können Besucher ihre Beiträge zum Thema „Knoblauchsland — Gemüseland“ unter www.landlive.de/knoblauchsland einreichen. 

STEFAN BERGAUER - Lokales Nürnberg


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