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VAG-Tickets werden bis zu 30 Prozent teurer

Mit dem neuen Stadttarif greifen die Verkehrsbetriebe ihren Fahrgästen tief in die Tasche - 18.05. 17:31 Uhr

Nürnberg  - Die Fahrgäste der VAG müssen sich in Nürnberg auf drastisch steigende Tarife gefasst machen: Einzelfahrscheine, Monatskarten wie die Mobi-Card sowie das Jahres-Abo sollen – gestaffelt bis 2015 – um bis zu 30 Prozent teurer werden.


Die Verkehrsbetriebe führen hierzu einen eigenen „Stadttarif Nürnberg“ ein. Sie begründen den beispiellosen Preissprung mit hohen Einnahmelücken. Der Aufsichtsrat der VAG hat  mehrheitlich zugestimmt.


Bilderstrecke zum Thema
Die VAG plant eine stufenweise Anhebung der Preise um bis zu 30 Prozent - und greif damit vor allem Berufspendlern tief in die Taschen. Die Lokalredaktion hat sich unter den Nürnberger(inne)n nach ihrer Meinung zu den Plänen der VAG umgehört.


Von der stufenweise Erhöhung der Tarife im Stadtgebiet sind vier Fahrkarten besonders betroffen: Der Preis für Einzelfahrscheine soll bis 2015 von jetzt 2,10 auf 2,70 Euro angehoben werden (29 Prozent). Das Jahres-Abo verteuert sich in dem Zeitraum von derzeit 44,20 Euro auf schließlich 57,50 Euro (30 %). Für die Monatskarte Solo31 sind statt 55,90 dann 69 Euro fällig (23 %), für die beliebte Mobi-Card 31 statt 63,90 am Ende 82,80 Euro (30 %).

Zwei Beratungsfirmen hatten in der Vergangenheit die VAG unter die Lupe genommen. Die Zahl der Mitarbeiter sank danach von ursprünglich 2350 auf 1800, so Dombrowsky. Viele Fahrerinnen und Fahrer mussten mit Hinweis auf private Betriebe sinkende Löhne in Kauf nehmen.

"Nicht viele Alternativen"

Nun wird eine weitere Empfehlung der Berater, auch an den Fahrpreisen zu drehen, umgesetzt. Hasler verweist auf einen Vergleich der Tarife mit 16 vergleichbaren deutschen Großstädten. Danach könnte die VAG – bezogen auf die Tarifzone 2 – 13,9 Millionen Euro mehr einnehmen und wäre noch nicht einmal unter den teuersten Verkehrsbetrieben.

Video zum Thema
Was halten die Nürnberger von der 30 prozentigen Preissteigerung? Kathrin Krause und Andreas Guzei für nordbayern.de

Christian Vogel, Vorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion, zeigte Verständnis für die Entscheidung der VAG: "Der angekündigte Preissprung im öffentlichen Nahverkehr ist sehr hart", sagte er. "Wir müssen aber zugeben, dass es nicht viele Alternativen zu diesem Schritt gibt. Die Personal- und Energiekosten für die Leistungen der VAG fast rund um die Uhr sind immens und steigen stetig. Nimmt die VAG nicht mehr Geld ein, müsste sie ihr Angebot reduzieren, was auch niemand will". Würde die Stadt den Verlust ausgleichen, werde das Geld an anderer Stelle fehlen - etwa bei Schulen oder Kindergärten.

  



Andreas Franke

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