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Rainer („Sulli“) Sülzer bringt so schnell nichts aus der Ruhe: Es ist sein 15. „Rock im Park“. Seit der Premiere 1997 sorgt der Mitarbeiter des Konzertbüros Argo dafür, dass die Bühnen stehen, wenn die erste Band auftritt. Die Trillerpfeife um den Hals und der skurrile rote Telefonhörer am Handy symbolisieren seine Bedeutung, wenn der 57-jährige Cheforganisator über das Gelände marschiert.
Kaum einer kennt das Musikspektakel mit 450 Musikern aus 83 Bands besser als er. Was reizt ihn da nach so langer Zeit im Geschäft noch an einer Neuauflage? „Jedes Jahr das Festival ein wenig optimieren.“ Dass dabei auch die Fans ein Wörtchen mitzureden haben, räumt der Profi gerne ein. „Sie geben uns Anregungen für Verbesserungen, etwa in den Duschbereichen, beim Campen oder auch beim Sound“, erläutert Sülzer beim Rundgang über das Areal.
So gibt es erstmals einen „Ruhecamping“-Bereich am Serenadenhof. Bisher konnten die Plätze über Facebook reserviert werden. „Wir wollen dieses Angebot aber ausbauen, wenn es angenommen wird“, sagt Argo-Sprecher Wolfgang Thiel. Wer einen besonderen Service genießen will, konnte ein „Stageliner“-Ticket buchen und sich direkt am Campingplatz nahe der Hauptbühne auf dem Zeppelinfeld niederlassen. Donnerstag um 7 Uhr werden die ersten Plätze geöffnet; vorher achtet die Security darauf, dass keiner wild campt. 550 Chemietoiletten säumen die Flächen, hinzu kommen 25 WC-Container und sechs Duschbereiche.
2000 Helfer gehören zur Festival-Crew, allein 1000 sichern das Gelände. Polizei und Sanitäter sind mit jeweils 300 Einsatzkräften vor Ort, sagt Sülzer. 72 Mann kümmern sich um die Hauptbühne, 35 um die „Alternastage“ auf den Jedermannplätzen und 20 um die „Clubstage“ in der Arena. Sülzer verspricht noch einmal eine verbesserte Tontechnik – auch zum Schutz der Anwohner. Das Festivalgelände ist bereits seit Tagen mit 25 Kilometer Bauzaun abgeriegelt. Wichtige Routen konnten aber bisher passiert werden. 30000 Quadratmeter Boden werden durch Platten abgedeckt. „Bei drei Tagen Festival ist das zum Schutz des Bodens auch notwendig“, betont Sülzer. An Strom stehen 1,2 Megawatt zur Verfügung, das entspreche der Versorgung einer Kleinstadt. Und auf welche Band freut sich Rainer Sülzer? „Ich bin Metallica-Fan“, sagt er. Die Band spielt am Freitag um 21 Uhr.
Di. 05.06.12
Mo. 04.06.12
Mo. 04.06.12
Mo. 04.06.12
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