|
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos! |
![]() |
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!
|
Mittelalter, Bauernstube, Musikinstrumente — „wir waren schon in sehr vielen Räumen“, seufzt Tanja (11) und ist doch angetan vom Ausflug ins Germanische Nationalmuseum, der am Beginn ihrer Blauen Nacht steht. Zum ersten Mal hat sich die Familie Eintrittskarten gekauft, deshalb steuert sie jetzt vermehrt Attraktionen an, die nur mit Ticket zu besichtigen sind. Gerade eben legen Tanja, ihre Schwester und Papa Martin Kolsch eine Pause im neuen Zitrushain im Museumsinnenhof ein, doch dann geht es weiter Richtung Katharinenruine und Burg. Die Blaue Nacht sei eine gute Gelegenheit, dem Nachwuchs auf unterhaltsame Art etwas Kultur nahezubringen, sagt Kolsch. „Deshalb machen wir auch volles Programm.“
So mancher Zeitplan gerät allerdings ins Wanken, weil sich immer wieder lange Schlangen bilden. Zum Beispiel auf dem Kornmarkt, wo die Menschen geduldig anstehen, um einen Blick auf die künstliche Unterwasserwelt zu werfen. Unter die Wartenden, die das blaue Spektakel bewundern wollen, reihen sich auch Tatjana und Irina Kwint ein. „Wir haben noch überhaupt keinen Plan“, gestehen die beiden Schwestern, die mit ihren Kindern Alina (11), Maxim (8) und Daniel (9) gekommen sind. „Sehr schön, aber ziemlich voll“, so der erste Eindruck der Frauen, die sich einfach treiben lassen wollen. Andere ziehen lieber alleine los — und brauchen nicht einmal einen Babysitter: Im CVJM-Haus lockt ein buntes Kinderprogramm, die Kleinen werden betreut, während sich die Großen ins Getümmel stürzen können.
Doch auch gemeinsam lässt sich hier allerhand entdecken. Der siebenjährige Linus zum Beispiel versucht gerade, einen schlichten Stein mit Filz zu umhüllen — so soll sich die Kunst buchstäblich begreifen lassen, wie Tabea Lämmermann von der Künstlergruppe „Zellkultur“ erklärt. Linus dagegen freut sich vor allem über das schöne Souvenir. Seine Mutter Christine Rachinger hat lauter kindertaugliche Programmpunkte herausgesucht, damit ihr Sohn auf seine Kosten kommt. Vieles sei leider zu voll. „Vielleicht sollte man Fürth beteiligen?“
Damit sie nicht zu früh müde werden, mussten Antonia (9) und Tamara (7) sogar einen Mittagsschlaf machen. Seit 19 Uhr ist die Familie Böhm unterwegs, und findet drei Stunden später ihre Blaue Nacht-Premiere durchaus gelungen. Nur habe an manchen Stationen noch der Zauber der Dunkelheit gefehlt, sagen die Eltern, die deshalb einiges ein zweites Mal ansteuern wollen. Bei Lela (10) und Levin (6) reicht es kurz nach 23 Uhr nur noch für ein paar Wünsche. Vor der Neuapostolischen Kirche beschriften sie, wie viele andere vor ihnen, im Wunschgarten weiße Luftballons — und hoffen auf „ganz viel Frieden und ein Haus“, bevor sie müde nach Hause gehen.

Bewerbungen für den NN-Kunstpreis werden ab 1. März 2012 entgegengenommen. Die Teilnahmebedingungen finden Sie
hier.
