28°C
Mittwoch, 23.05. - 18:43 Uhr
Login
Info
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos!
Passwort vergessen
Info
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!

E-Mail-Adresse
Druckversion

Warten auf den „Blut-Mond“

Bei den Nürnberger „Mofi“-Himmelsguckern herrschte Enttäuschung vor - 16.06. 18:51 Uhr

Nürnberg  - Hunderte von Nürnbergern allein am Burgberg und an der Regiomontanus-Sternwarte haben ihre Blicke gebannt in den nächtlichen Himmel gerichtet. Sie wollten den rotbraunen „Blut-Mond“ während der Mondfinsternis (Mofi) bewundern.


Auch das abendliche Wolkenbild bietet ein imposantes Schauspiel, die zahlreichen Menschen auf der Burgfreiung wollten aber was ganz anders sehen, nämlich einen rötlich-braun gefärbten Mond.
Auch das abendliche Wolkenbild bietet ein imposantes Schauspiel, die zahlreichen Menschen auf der Burgfreiung wollten aber was ganz anders sehen, nämlich einen rötlich-braun gefärbten Mond.
Foto: Michael Matejka
Auch das abendliche Wolkenbild bietet ein imposantes Schauspiel, die zahlreichen Menschen auf der Burgfreiung wollten aber was ganz anders sehen, nämlich einen rötlich-braun gefärbten Mond.
Auch das abendliche Wolkenbild bietet ein imposantes Schauspiel, die zahlreichen Menschen auf der Burgfreiung wollten aber was ganz anders sehen, nämlich einen rötlich-braun gefärbten Mond.
Foto: Michael Matejka

Die meisten guckten allerdings in die Röhre. Es gab zu viele Wolken. Auf der Burg hatten sich gegen 21 Uhr um die einhundert Neugierige versammelt, um das seltene astronomische Spektakel zu verfolgen, wenn der Erdtrabant durch den Schatten der Erde wandert. Seine rötliche Färbung rührt von langwelligem Licht, das von der Atmosphäre in den Schattenkegel gestreut wird.

Der Himmel über Nürnberg war allerdings fast vollständig bedeckt. „Alles dicht“, klagte ein Mofi-Fan, „es war schon frustrierend“. Erst zu späterer Stunde war wenigstens ein farbiger Schimmer des Ereignisses zu erhaschen.


Für Günter Wöhner hat sich das Warten gelohnt: Dem NN-Leser gelang dieses traumhafte Foto mit Erdtrabant und Business-Tower vom Flughafen-Parkhaus aus.
Für Günter Wöhner hat sich das Warten gelohnt: Dem NN-Leser gelang dieses traumhafte Foto mit Erdtrabant und Business-Tower vom Flughafen-Parkhaus aus.
Für Günter Wöhner hat sich das Warten gelohnt: Dem NN-Leser gelang dieses traumhafte Foto mit Erdtrabant und Business-Tower vom Flughafen-Parkhaus aus.
Für Günter Wöhner hat sich das Warten gelohnt: Dem NN-Leser gelang dieses traumhafte Foto mit Erdtrabant und Business-Tower vom Flughafen-Parkhaus aus.

Viel besser war die Wetterlage einen Katzensprung weiter an der Sternwarte natürlich auch nicht. Dorthin waren etwa 500 Hobby-Astronomen gepilgert. „Wir haben uns größte Mühe gegeben, den vielen interessierten Menschen etwas zu bieten“, sagte Matthias Gräter, Geschäftsführer der astronomischen Arbeitsgemeinschaft, welche die Sternwarte betreibt.

So war im Garten ein Planeten-Modell aufgebaut, an dem die Laufbahn der Himmelskörper nachvollzogen werden konnte. Auch Vorträge über die Mondfinsternis und allerhand Wissenswertes über das Universum sollten die Wartezeit verkürzen. Belohnt mit einem freien Blick auf den rot gefärbten Ball am Himmel wurden die Mühen nicht. Gräter: „Das Wetter hat einfach nicht mitgespielt.“ Zu spontanen Ausbrüchen größerer Verzweiflung ist es dennoch nicht gekommen. Schließlich geht es um Fragen zumindest eines Teils des Universums. Da ist Gelassenheit angebracht.

Die hat sich für NN-Leser Günter Wöhner ausbezahlt. Er harrte mit einigen anderen Mondsüchtigen an einer geeigneten Stelle des Flughafen-Parkhauses aus. Kurz vor 23 Uhr bekam der 47-Jährige, der gerne seine Hobbys Fotografie und Astronomie miteinander verbindet, das Wunschobjekt vor die Linse. „Lange war nichts zu sehen und viele haben gefragt: Wo ist jetzt der Mond?“ Wöhner hatte da den aufgegangenen „Star des Abends“ über dem Business-Tower im richtigen Moment längst bemerkt, als die Wolkendecke aufriss.

Allzu lange müssen die diesmal frustriert Zurückgelassenen gar nicht mehr warten. 2015 gibt es die nächste totale Mondfinsternis. Und aus astronomischer Sicht ist das weit weniger als ein Augenblick. 





Aktueller Zeitungstitel Nürnberger Nachrichten
  • Suchtexperten verzweifeln an der Politik: Der Staat profitiert vom Spielhallenboom
  • Über die Wichtigkeit von rosa Unterhosen: Die Erlanger Spaß-Kapelle J.B.O. ist Thema an der Uni Köln
  • OB Maly schlägt Alarm: In Nürnberg droht ein Engpass an günstigen Mietwohnungen
Nachrichten aus aller Welt

Schlagzeilen


User-Kommentare
Suche wird durchgeführt...

Brightcove Video Lokal Regional
Baustellen Vorschau
Karte zum Öffnen anklicken

Stadtanzeiger Aktuell
Badeseen in der Region
Badeseen in der Region: Karte zum Öffnen anklicken!

Im Gespräch
Was denkt ein Zollfahnder über Instinkte? Oder: Was verbindet ein Notarzt mit Langsamkeit?
Jede Woche steht im Lokalteil ein Nürnberger Rede und Antwort zu einem Thema, das man auf Anhieb nicht immer mit ihm verbindet.
Alle Beiträge finden Sie in unserer Rubrik: Im Gespräch.

Kunstpreis
Bewerbungen für den NN-Kunstpreis werden ab 1. März 2012 entgegengenommen. Die Teilnahmebedingungen finden Sie hier.
  • Das Video von der Verleihung
    des Kunstpreises 2011.
  • Die ausgewählten Werke 2011 als Bildergalerie
Suche wird durchgeführt...

Wochenmagazin