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Darunter nicht nur zahlreiche passive Mitglieder, denen der Bundestagsabgeordnete Michael Frieser ebenso herzlich dankte, sondern auch solche, denen er besondere Aufmerksamkeit schenkte. So etwa Erika Bloß, die unter den anwesenden Jubilaren zu den Dienstältesten gehörte und der Partei bereits 1961 beigetreten war. Und zwar nicht nur weil ihr Ehemann Helmut Bloß es ein Jahr zuvor ebenfalls getan hatte. Nein, für die gebürtige Dresdnerin spielte damals vor allem ein Ereignis eine ganz besondere Rolle, wie die 74-Jährige verriet: „Der Besuch Konrad Adenauers in Nürnberg hat mich tief beeindruckt.“
Und weil eigenständige Frauen „ein Markenzeichen der CSU“ sind, wie Frieser sagte, hat sich die gelernte Speditionskauffrau auch nie mit der Rolle als passives Mitglied und Ehefrau des späteren langjährigen Stadtrats Helmut Bloß zufriedengegeben: Nach dem Motto, hinter jedem starken Mann steckt eine noch stärkere Frau, hat sich Erika Bloß als Ortsschatzmeisterin, im Kreisvorstand oder in der Frauenunion vielfältig engagiert.
Zu Hause gefühlt hat sie sich dabei in fünf Jahrzehnten in „ihrer CSU“ immer, wie sie fröhlich versichert. Selbst die vielen neuen Standpunkte ihrer Partei bei Themen wie Mindestlohn, Energiewende oder Abschaffung der Wehrpflicht haben sie nicht entfremdet: „In meinem Alter kann ich mir in der Partei ja auch mal erlauben zu sagen, was sich andere nicht trauen“, sagte Erika Bloß.
Ein Privileg, das nur ihr gewährt wird, ist das aber sicher nicht. Schließlich waren unter den Jubilaren, die Frieser mit Urkunde und Ehrennadel bedachte, auch politische Schwergewichte der Partei: So unter anderem das „gesundheitspolitische Gewissen“ der Union, der frühere Stadtrat Jürgen Helmbrecht und die ehemalige Staatssekretärin und Landtagsabgeordnete Christl Schweder, die es beide auf 40 Jahre Mitgliedschaft bringen. Für 25 Jahre wurden unter anderem die langjährige Stadträtin Andrea Loos sowie der frischgebackene Wirtschaftsreferent Michael Fraas gefeiert.
Ob es die 67 neuen CSU-Mitglieder, die die Bundestagsabgeordnete Dagmar Wöhrl im Anschluss an die Jubilarehrung willkommen hieß, es auch „so lange mit uns aushalten“, wie Michael Frieser scherzte, muss sich zwar noch zeigen. „Für die neuen Einflüsse und Gedanken, die sie einbringen“, so Wöhrl, „sind wir froh und dankbar.“

Bewerbungen für den NN-Kunstpreis werden ab 1. März 2012 entgegengenommen. Die Teilnahmebedingungen finden Sie
hier.
