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Die die geplante Sanierung des maroden Westbades hatte in der Vergangenheit gleich zwei Bürgerinitiativen auf den Plan gerufen. Ging es der ersten, der Arbeitsgemeinschaft „Grünes Westbad“, vor allem um den Erhalt des Baumbestandes und den Lärmschutz, monierte die zweite, die Interessengemeinschaft „SOS – Schwimmen ohne Stress im grünen Westbad“, vor allem die Pläne, die Anzahl der 50-Meter-Bahnen von acht auf vier zu reduzieren.
Nachdem von den vier Erstplatzierten des ausgeschriebenen Architekturwettbewerbs drei Bewerber absprangen, weil sie die vorgegebenen Kosten nicht einhalten konnten, überzeugte letztlich der Entwurf des Architektenteams Fritz Planung Gmb H aus Baden Württemberg mit ihrem Raumprogramm und den finanziellen Rahmenbedingungen. Die unterschiedliche Formensprache, die im ersten Entwurf noch angekreidet worden war, hat das Architektenteam überarbeitet. Es legte nun ein Konzept vor, für das der Werkausschuss in seiner letzten Sitzung „ein eindeutiges Votum“ abgab, wie Thomas Friedmann, 2. Werkleiter des Nürnberg Bads, berichtete.
Der Entwurf sieht nun ein 50-Meter-Becken mit acht Bahnen, eine Wärmehalle, ein eigenes Sprungbecken samt Turm, der erhalten bleibt, ein Erlebnisbecken, einen Umkleide- und Duschbereich und einen großen Kinderbereich vor. Letzterer wird mit 250 Quadratmetern Größe und drei Becken „wesentlich aufgewertet“, betonte Friedmann. Ein eigener Jugendbereich im hinteren Teil des Bades Richtung Brückenstraße sei im Kostenrahmen von rund neun Millionen Euro nicht enthalten und müsse, wenn überhaupt, vom Jugendamt forciert werden.
Seiner Einschätzung nach gebe die Haushaltslage bis mindestens 2013 dafür kein Potential her. Der Gaststättenbereich bleibt an der alten Stelle, die Pacht wird jedoch neu ausgeschrieben mit der Möglichkeit zur ganzjährigen Bewirtschaftung. Die Formensprache ist nun klar und durch eine arenenförmige Anordnung mit Terrassierungen vorgegeben.
Baubeginn soll im September 2010 sein, die Fertigstellung ist für Sommer 2011 geplant – „wahrscheinlich müssen wir die Sommersaison kommendes Jahr etwas früher beenden und im Folgejahr etwas später beginnen, aber wir wollen sie so großzügig wie möglich gestalten“, sagte Thomas Friedmann. Die Einhaltung eines möglichst straffen Zeitplans sei aber freilich von der Witterung abhängig. Zufrieden zeigte sich Norbert Reinwald von der Arbeitsgemeinschaft „Grünes Westbad“ mit dem Ergebnis. „Der Plan geht sehr schön auf unsere zentralen Anliegen ein und ist auch keine zweitbeste, sondern eben eine finanzierbare und gute Lösung“, sagte er.
Die Vorsitzende des Bürgervereins, Carola Lipfert, fand: „Das Ergebnis spricht für sich.“ Und auch die Initiative „SOS“ kann den Plan unterstützen. Ulrike Westphal sieht ihre Anliegen, darunter den Erhalt der acht 50-Meter-Bahnen, erfüllt. „Immerhin haben wir in nur vier Monaten zirka 4000 Unterschriften von Bürgerinnen und Bürgern gesammelt, die ebenfalls unserer Meinung waren“, betont sie.

Bewerbungen für den NN-Kunstpreis werden ab 1. März 2012 entgegengenommen. Die Teilnahmebedingungen finden Sie
hier.
